
Andreas Lischka, pixabay
Sieben der zehn Unfälle passierten demnach bei landwirtschaftlichen Arbeiten.
Durchmischte Altersgruppen
Drei Personen starben beim Umsturz eines Traktors oder Transporters. Eine Person wurde von einer Maschine und eine von einem Baumstamm eingeklemmt. Eine weitere Person war tödlichen Güllegaskonzentrationen ausgesetzt und jemand wurde von einem Stier angegriffen. Bei den übrigen drei Unfällen handelte es sich um Kollisionen eines Velo-, eines Mofafahrers und eines Fussgängers mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, so die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) weiter.
Diese drei Personen waren im Pensionsalter, während die bei den Arbeiten Verunglückten durchschnittlich 59 Jahre alt waren. 33 Jahre alt war die jüngste verstorbene Person. Die Daten basieren auf der Auswertung von Polizei- und Medienberichten, sowie Meldungen von Behörden und Betroffenen.
Risiken werden in Kauf genommen
Die Beratungsstelle kritisierte, dass Risiken oft unterschätzt oder gar bewusst nicht beachtet würden. Abklärungen würden teilweise Arbeitssituationen aufzeigen, in denen die Risiken bewusst in Kauf genommen würden.
Eine neue Kampagne soll die Arbeitssicherheit in der Schweizer Landwirtschaft verbessern. Das Projekt «Risiko runter!" will mit einfachen Massnahmen Unfälle vermeiden. Landwirtinnen und Landwirte werden dabei unterstützt, Gefahren im Arbeitsalltag zu erkennen und zu entschärfen. Die Kampagne stützt sich dabei auf das STOP-Prinzip, das technische und organisatorische Massnahmen sowie persönliche Schutzausrüstung umfasst.
Hinter dem Projekt stehen die BUL und Agriss. Die Schirmherrschaft hat der Schweizer Bauernverband übernommen. Unterstützt wird «Risiko runter!" unter anderem auch von der EKAS, Agrisano und Prométerre.