
Sauenhalter sollen in Polen gezielt unterstützt werden.
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Die polnische Regierung will den heimischen Schweinehaltern unter die Arme greifen. Das hat Landwirtschaftsminister Stefan Krajewski kürzlich angekündigt. Demnach führt Polen zurzeit mit der EU-Kommission Gespräche über entsprechende Beihilfen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Nach den Worten des Ministers sollen umgerechnet rund 115 Mio. Euro (108,1 Mio. Franken) zur Verfügung gestellt werden. Eine gezielte Unterstützung soll es zudem für die Sauenhalter geben. Krajewski zufolge ist geplant, den Kauf einer Zuchtsau mit etwa 115 Euro (108 Franken) zu fördern. Für die erste Abferkelung soll es eine Prämie von rund 346 Euro (325 Franken) geben.
Investition für die Schweinehalter
Parallel setzt sich der Minister nach eigenen Angaben in Brüssel für eine Intervention zugunsten der Schweinehalter im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) ein. Begründet wird das mit einem signifikanten Rückgang der Schlachtschweinepreise.
Laut Krajewski wird der EU-Durchschnitt in Polen derzeit um 7 % unterschritten. Abzuwarten bleibt, wie die EU-Kommission in der Sache entscheidet. Im Dezember 2025 hatte Polen schon einmal eine entsprechende Intervention beantragt. Aus Sicht der EU-Kommission war ein Eingriff auf Basis der GMO seinerzeit allerdings nicht zu rechtfertigen.
Brüsseler Düngehilfen werden aufgestockt
Mit weiterer Unterstützung können in den kommenden Monaten auch die polnischen Ackerbauern rechnen. Krajewski kündigte an, den Satz für die Erstattung der Verbrauchssteuer auf Agrarkraftstoff um umgerechnet 12 Cent auf 46 Cent pro Liter anzuheben. Zudem bereitet Polen die Verteilung der 66,6 Mio. Euro (62,6 Mio. Franken) vor, die Warschau aus der Agrarreserve zur Abfederung der Preiskrise bei Düngemitteln erhält.
Nach den Worten des Ministers ist eine Förderung von bis zu 115 Euro (108 Franken) pro Hektar geplant, die für maximal 300 Hektar gewährt werden soll. Die Brüsseler Gelder sollen laut Krajewski aus nationalen Mitteln ergänzt werden; zum Umfang des staatlichen Aufschlags machte er aber keine Angaben.