A: Agrardiesel kommt zurück

In Österreich gibt es 2027 und 2028 wieder begünstigten Agrardiesel. Im Doppelbudget beider Jahre sind dafür jährlich jeweils umgerechnet rund 46 Mio. Franken vorgesehen. Die Massnahme soll hohe Betriebsmittelkosten dämpfen, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft stärken und die Lebensmittelversorgung sichern.

Österreichs Regierung führt den Agrardiesel wieder ein. Im Doppelbudget für 2027 und 2028, auf das sich die Wiener Koalition Ende April grundsätzlich einigte, sind für diese Massnahme pro Jahr jeweils 50 Mio. Euro (46 Mio. Franken) vorgesehen. Diese Finanzspritze soll die hohen Betriebsmittelkosten der Landwirtschaftsbetriebe spürbar abmildern, die Wettbewerbsfähigkeit der Bauern verbessern und zugleich die Lebensmittelversorgung in dem Alpenland sicherstellen.

Die genauen Modalitäten der Hilfsmassnahmen müssen noch ausgearbeitet werden. Angestrebt wird eine möglichst unbürokratische Lösung. Landwirtschaftsvertreter begrüssen die Entlastung, verweisen aber auf weiter bestehende Herausforderungen. Neue steuerliche Belastungen für Bauern sind derweil nicht vorgesehen.

Einigung trotz Spardruck

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hob hervor, dass die Einigung trotz des sehr hohen Spardrucks gelungen sei. Für den ÖVP-Politiker ist dies ein klares Bekenntnis der Regierung zu den bäuerlichen Familienbetrieben. Totschnig zufolge ist der Preis für Agrardiesel in Österreich der zweithöchste in der EU.

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, sieht mit dem Agrardiesel eine zentrale Forderung nach Entlastung der Landwirtschaft umgesetzt. Angesichts der vielen weiteren Herausforderungen - von Kostensteigerungen über Bürokratie bis zu den EU-Finanzplänen - sei dies dennoch «kein Grund zum Jubeln».

Bauernverband erfreut

Erfreut zeigte sich der Präsident des Bauernbundes, Georg Strasser, darüber, dass es gelungen sei, neue Belastungen für die Landwirtschaft zu verhindern. Weder die zuvor ins Spiel gebrachte Vermögens- und die Erbschaftsteuer noch eine Erhöhung der Grundsteuer seien Teil der Budgeteinigung. Entscheidend ist, dass die Unterstützung über den Agrardiesel direkt bei den bäuerlichen Betrieben ankomme.

Die langjährige steuerliche Begünstigung von Diesel für die Land- und Forstwirtschaft wurde im Jahr 2012 von der damaligen SPÖ/ÖVP-Koalition aus Spargründen gestrichen. Von 2022 bis Ende 2025 gab es eine temporäre Agrardieselermässigung. Dabei wurde ein pauschaler Betrag je Hektar land‑ und forstwirtschaftlicher Fläche zurückerstattet, und zwar per Antrag über den Mehrfachantrag-Flächen (MFA) bei der Agrarmarkt Austria (AMA).

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Sömmert Ihr Tiere?

4.6 % Ja, Kühe
19.9 % Ja, Rinder (Gusti)
34.2 % Ja, Kühe und Rinder
14.3 % Ja, Kühe, Rinder und Kleinwiederkäuer
9.2 % Ja, Kleinwiederkäuer (Schafe/Ziegen)
6.1 % Nein
11.7 % Früher ja, jetzt nicht mehr

Teilnehmer insgesamt 196

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?