Es sei sein erster Besuch in der Schweiz, sagte Massa Koné im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Küblis. Und er hat Kritik im Gepäck: «Das WEF hat seine Daseinsberechtigung verloren. Armut und Ungleichheit nehmen weltweit zu».
Der bekannte Bauer und Jurist aus Mali setzt sich international für die Rechte der lokalen Bauern und Gemeinschaften ein, damit diese ihre Ländereien und somit ihre Lebensgrundlage behalten können.
Die Schweiz im Zwiespalt
Mit dem Besuch in der Schweiz ist er in einem Land, welches sich sowohl für Afrika einsetzt, aber auch Konzerne beherbergt, die weltweit wegen möglicher Ausbeutung in Kritik stehen. «Es ist ein Zwiespalt. Die Schweiz soll klare Bedingungen für Personen schaffen, die ihr Geld ins Land bringen wollen, und die Einhaltung der Menschenrechte voraussetzen», forderte Koné.
Es sei sehr bedeutend, jemanden wie Massa Koné bei der Aktion dabei zu haben, sagte Maeva Strub, Sprecherin des «Strike-WEF»-Kollektivs, das hinter der jährlich bewilligten Protestwanderung steht, zu Keystone-SDA. Konés Teilnahme zeige, dass das Ziel einer globalen Stimme gegen das WEF erreicht werde.
Teilnehmende aus Europa und Afrika
So kommen etwa die Hälfte aller Demonstrierenden aus der Schweiz. Die restlichen Teilnehmenden reisten aus England, Spanien, Süd- und Westafrika und Deutschland an. Sie fordern ein Ende von Kapitalismus und Kriegen, die den Klimakollaps vorantreiben würden, und setzen sich für eine bedürfnisorientierte Demokratisierung der Wirtschaft ein.
«Entscheidungen am WEF sind undemokratisch, da über die Bevölkerung hinweg und ohne Berücksichtigung ihrer Interessen entschieden wird», kritisierte Strub. Auf Plakaten waren dazu Sprüche zu lesen wie «Demokratie statt WEF-Diktatur» oder «Demokratie statt Öligarchie».
