Agrarprodukte: Nachfrage sinkt

Das Nachfragewachstum nach agrarischen Produkten dürfte sich laut dem neuesten OECD/FAO-Agrarausblick in den nächsten zehn Jahren deutlich verlangsamen.

Das Nachfragewachstum nach agrarischen Produkten dürfte sich laut dem neuesten OECD/FAO-Agrarausblick in den nächsten zehn Jahren deutlich verlangsamen.

Für so gut wie alle im Ausblick erfassten Rohstoffe erwarten OECD und FAO in den kommenden zehn Jahren ein geringeres Wachstum der Nahrungsmittelnachfrage als in den vergangenen zehn Jahren. So bleibe die Pro-Kopf-Nachfrage nach Getreide weltweit ausser in den am wenigsten entwickelten Ländern gleich. Die Fleischnachfrage wird als verhalten eingeschätzt. Es scheine nur eine begrenzte Annäherung an westliche Ernährungsgewohnheiten zu geben.

Die prognostizierte Verlangsamung liegt laut dem Bericht unter anderem daran, dass die Nachfrage bei bisher besonders wichtigen Wachstumstreibern sinkt. Das war in den vergangenen zehn Jahren unter anderem China. Dort stieg der Futtermittelverbrauch wegen steigender Fleisch- und Fischnachfrage um knapp 6 Prozent pro Jahr.

Auch der globale Biokraftstoffsektor hatte jährlich einen um fast 8 Prozent steigenden Bedarf. Dazu kam eine Aufstockung der Getreidelagerbestände um 230 Millionen Tonnen. «Auf mittlere Sicht wird nicht damit gerechnet, dass diese Faktoren weiterhin so starke Impulse für den Markt liefern werden», heisst es im Agrarausblick.

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