Agrarprodukte: Ukraine setzt auf China als wachsenden Absatzmarkt

Die Ukraine setzt im Agrarhandel verstärkt auf China als wachsenden Abnehmer. Wie Landwirtschaftsminister Nikolai Prisjashnjuk mitteilte, werden nach der Anfang Dezember erfolgten Unterzeichnung der phytosanitären Protokolle für Gerste und Sojabohnen entsprechende Vereinbarungen auch für Raps und Weizen angestrebt.

AgE |

Die Ukraine setzt im Agrarhandel verstärkt auf China als wachsenden Abnehmer. Wie Landwirtschaftsminister Nikolai Prisjashnjuk mitteilte, werden nach der Anfang Dezember erfolgten Unterzeichnung der phytosanitären Protokolle für Gerste und Sojabohnen entsprechende Vereinbarungen auch für Raps und Weizen angestrebt.

Bis Ende Juni 2014 dürfte ausserdem ein detailliertes Programm für die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder ausgearbeitet werden, darunter auch für den Agrar- und Ernährungssektor, erklärte Prisjashnjuk vergangene Woche in Kiew. Die Beziehungen der Branche mit dem asiatischen Land lobte er als ein Beispiel „erfolgreicher strategischer Partnerschaft“.

Dieser neue Absatzmarkt für ukrainische Agrarprodukte sei perspektivreich, stabil und gut prognostizierbar, so der Minister. Mit Hinweis auf die vereinbarten Lieferungen von Körnermais nach China hob Prisjashnuk hervor, dass die Ukraine erst das dritte Land sei, das die Erlaubnis erhalten habe, Getreide nach China zu liefern.

Der Ressortchef geht davon aus, dass die ukrainischen Agrarexporte in die Volksrepublik im Jahr 2014 ein Niveau von rund 2,5 Mrd. USD (2,25 Mrd. Fr.) und ein Jahr später zwischen 3,5 Mrd. USD (3,15 Mrd. Fr.) und 4 Mrd. USD (3,6 Mrd. Fr.) erreichen werden.

Prisjashnuk stellte klar, dass die chinesische Seite der Ukraine Kredite gewähre und Investitionen im Land tätige. Bei den Verhandlungen sei es aber nie um die Bereitstellung von landwirtschaftlichem Grund und Boden in Form einer langfristigen Pacht oder Eigentum als Gegenleistung gegangen.

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