Angriff auf den «Getreidehafen»

Russland hat die südukrainische Region Odessa am Schwarzen Meer in der Nacht zum Dienstag mit Luftangriffen überzogen. Zwar habe die Luftverteidigung sechs Kalibr-Marschflugkörper und 21 Kampfdrohnen abschiessen können, teilte das Kommando Süd der ukrainischen Armee am Morgen mit. 

Trümmerteile und Druckwellen hätten jedoch Schäden im Hafen der Grossstadt sowie an Privathäusern verursacht. Ausserdem sei ein Bewohner verletzt worden. Auch in der angrenzenden Region Mykolajiw seien vier Drohnen abgewehrt worden.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte später die Angriffe. Ziel war demnach eine Werft zur Herstellung ferngesteuerter Kampfboote und ein Stützpunkt dieser Drohnen. Russland beschuldigt die Ukraine, mit solchen Booten am Montag die Brücke zur seit 2014 völkerrechtswidrig besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim angegriffen und beschädigt zu haben. Unabhängig überprüfbar waren die Militärangaben nicht.

Russland führt seit fast 17 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Immer wieder Ziel von russischem Beschuss sind dabei auch die südlichen Regionen am Schwarzen Meer, die für die Ukraine aufgrund ihrer Hafeninfrastruktur von grosser Bedeutung sind. Über den Hafen Odessa etwa wurde in den vergangenen Monaten im Rahmen des internationsalen Getreideabkommens viele Millionen Tonnen Nahrungsmittel ausgefahren. Am Montag stieg Russland aus der Vereinbarung aus.

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