A: Niederschläge verschieben sich

Österreich droht durch den Klimawandel eine saisonale Verschiebung der Niederschläge. Laut einer neuen Studie ist im Winterhalbjahr mit grösseren Niederschlagsmengen zu rechnen, während die Sommer eher trockener werden. Zudem dürften lokale Regenfälle in Zukunft noch intensiver werden und den Bewässerungsbedarf erhöhen.

Österreich wird den Klimawandel noch deutlicher zu spüren bekommen und muss sich vor allem auf eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Wasser einstellen. Das zeigt eine neue Studie, die von GeoSphere Austria mit der TU Wien, der Universität Graz und der Universität für Bodenkultur (BOKU) erstellt wurde.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Folgen des Klimawandels zu einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge in das Winterhalbjahr führen werden. Die neuen Daten sind eine erste vorläufige Berechnung, basierend auf globalen Klimamodellen. Ein abschliessender Bericht soll im Herbst vorgelegt werden.

Laut Studie dürfte durch den weiterhin anhaltenden Temperaturanstieg und die damit verbundene steigende Verdunstung der kommenden Dekaden insgesamt weniger Wasser im Boden zur Verfügung stehen. Zwar werde die Niederschlagsmenge im Jahresmittel weitgehend gleichbleiben. Allerdings sei damit zu rechnen, dass der Sommerniederschlag bis Mitte des Jahrhunderts zwischen 5 und 15% abnehmen werde. Der Niederschlag verschiebe sich in die kältere Jahreshälfte; hier zeichne sich ein Plus von 5 bis 10% ab.

Insbesondere in störanfällig Gebieten im Flachland dürfte das Wassermanagement herausfordernder werden, so die Studienautoren. Trockenere Sommer erhöhten den Bewässerungsbedarf, während gleichzeitig weniger Wasser zur Verfügung stehe. Die Aufgabe, die Ressource Wasser vom Überschuss in der kalten Jahreszeit zu den Mangelzeiten im Sommer zu verteilen, werde künftig an Bedeutung gewinnen.

Abgeleitet haben die Wissenschaftler aus ihren Messdaten auch eine höhere Intensität der Niederschläge. Durch den Klimawandel steige die Wahrscheinlichkeit, dass Regen insbesondere in der warmen Jahreszeit in kurzer Zeit sehr intensiv falle, etwa bei Sommergewitterlagen. Auch wenn im Jahresmittel gleich viel Wasser niedergehe, verschärfe die höhere Intensität das Risiko für lokale Überflutungen

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