
Laut spanischen Medienberichten ist in dem betroffenen Gebiet die Zahl der Einsatzkräfte im Kampf gegen die ASP auf 1’000 verdoppelt worden.
Michal Renčo/Pixabay
Das spanische Agrarministerium will der Frage auf den Grund gehen, ob der aktuelle Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Katalonien auf ein Laborvirus oder einen Abkömmling davon zurückgeht. Anlass sind erste Analysen, wonach das bei Barcelona gefundene Virus der genetischen Gruppe 29 angehört.
Wie das Ressort weiter mitteilte, unterscheidet es sich damit von allen derzeit in den EU-Ländern zirkulierenden ASP-Viren. Diese zählen zu den genetischen Gruppen zwei bis 28. Die Gruppe 29 sei hingegen sehr ähnlich zur genetischen Gruppe eins, die 2007 in Georgien zirkuliert habe. Damit sei nicht auszuschliessen, dass es Verbindungen zum Referenzvirus «Georgia 2007» gebe, das derzeit häufig bei experimentellen Infektionen in Laboren verwendet werde, so das Ministerium. Dies werde nun genauer untersucht.
Zahl der positiven Wildschweine steigt
Unterdessen ist die Zahl der nachweislich infizierten Wildschweine in Spanien laut dem Ministerium auf 13 angewachsen.
Alle wurden im bereits eingerichteten Sperrgebiet gefunden. Weitere 37 in dem Gebiet und der Umgebung tot aufgefundene Wildschweine seien den Angaben zufolge negativ getestet worden. Auch die Tests auf insgesamt 39 Schweinehaltungsbetrieben im Sperrgebiet haben keinen positiven Befund ergeben.
Verstärkte Massnahmen im Sperrgebiet
Laut spanischen Medienberichten ist in dem betroffenen Gebiet die Zahl der Einsatzkräfte im Kampf gegen die ASP auf 1’000 verdoppelt worden. Sie seien vor allem an den Rändern des Gebietes im Einsatz, erlegten Wildschweine mit schallgedämpften Waffen oder desinfizierten Fahrzeuge.
Die katalanische Regierung kündigte finanzielle Hilfen für die landwirtschaftlichen Betriebe und einen Schlachthof im Sperrgebiet an.