Australien will Regenwald in Tasmanien nicht besonders schützen

Australien weigert sich, den gemässigten Regenwald Tarkine in Tasmanien auf die Liste des Nationalen Erbes zu setzen. Die dort liegenden Stätten der Ureinwohner, der Aborigines, würden aufgenommen, darüber hinaus aber nichts, erklärte Umweltminister Tony Burke am Freitag.

sda/afp |

Australien weigert sich, den gemässigten Regenwald Tarkine in Tasmanien auf die Liste des Nationalen Erbes zu setzen. Die dort liegenden Stätten der Ureinwohner, der Aborigines, würden aufgenommen, darüber hinaus aber nichts, erklärte Umweltminister Tony Burke am Freitag.

Er müsse auch an die sozialen und wirtschaftlichen Folgen denken. Tasmanien habe die höchste Arbeitslosigkeit in ganz Australien, die Region im Nordwesten der Insel die höchste in ganz Tasmanien. Eine Aufnahme in die Liste würde zu weiteren Einschränkungen fügen.

Umweltschützer kritisieren, dass ohne den besonderen Schutz Bergbaufirmen in der Region arbeiten könnten und so das vom Aussterben bedrohte berühmte Beuteltier, den Tasmanischen Teufel, weiter schädigten.

«Was für eine Rechtfertigung gibt es für einen Umweltminister, die Umwelt zugunsten der Bergbauindustrie aufzugeben?», fragte die Grünen-Senatorin Christine Milne. Umweltorganisationen setzen sich seit langem dafür ein, die 400'000 Hektar der Region Tarkine, die einen der weltgrössten gemässigten Regenwälder beherbergt, auf die Liste des Nationalen Erbes aufzunehmen.

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