
In Österreich ging die Zahl der Mastschweine um 2,7% auf 1,06 Mio. Tiere zurück.
zvg
Der 2024 in Österreich verzeichnete Stillstand beim Abbau der Schweinebestände war offenbar nur ein kurzes Bremsmanöver in einer seit Jahren zu beobachtenden Entwicklung. Schon im vergangenen Jahr setzte sich der Abwärtstrend in der Schweinehaltung wieder fort. Nach Angaben der Statistik Austria wurden zum Stichtag 1. Dezember 2025 insgesamt 2,48 Mio. Schweine in dem Alpenland gehalten; das waren 2,2% weniger als vor Jahresfrist.
Die Zahl der Mastschweine ging um 2,7% auf 1,06 Mio. Tiere zurück. Um 1,6% auf 1,22 Mio. Stück verringerte sich der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen. Zuchtschweine wurden 198’700 Stück gezählt und damit 2,9% weniger als im Vorjahr. Weiter nach unten ging auch die Zahl der am Stichtag schweinehaltenden Betriebe, nämlich um 4,7% auf 15’800. Die durchschnittliche Bestandsdichte lag bei 157 Schweinen je Betrieb, nach 153 im Vorjahr.
Zahl der Milchkühe stabil
Österreichs Landwirte bauten 2025 auch den Rinderbestand leicht ab. Statistik Austria meldet eine Gesamtzahl von 1,81 Mio. Tieren, womit der Vorjahreswert um 0,3% unterschritten wurde. An Milchkühen standen zum Stichtag 536’200 Stück in den Ställen; das war ein leichtes Plus von 0,1%. Allerdings sank die Gesamtzahl der Tiere in der Altersklasse über zwei Jahre um 0,5% auf insgesamt 821.300.
Der Bestand an Rindern im Alter von weniger als einem Jahr ging um 1,4% auf 571’000 zurück. Die Zahl der Schlachtkälber verringerte sich deutlich um 7,9% auf 36’000, während bei den Kälbern und Jungrindern ein Minus von 10% auf 535’000 verzeichnet wurde. Zum 1. Dezember standen auf 49’300 Betrieben Rinder in den Ställen; im Vergleich zum Vorjahr war das ein Minus von 2,1%. Der durchschnittliche Bestand umfasste 37 Rinder je Betrieb; im Vorjahr waren es 36.
Deutlich mehr Hühnerfleisch
Eine gegenläufige Entwicklung wurde 2025 bei den Schlachtzahlen verzeichnet. Zugelegt haben die Schweineschlachtungen. Insgesamt kamen 4,77 Mio. Schweine an dem Haken; gegenüber 2024 war das ein Zuwachs um 2,3%. Produziert wurde eine Menge von 471’600 Tonnen Schweinefleisch, was einem Zuwachs von 3,0% entsprach. Die Zahl der Rinderschlachtungen ging hingegen um 3,6% auf 587’100 zurück. Die Schlachtgewichtsmenge lag bei 198’300 Tonnen und damit um 2,5% unter dem Vorjahresniveau.
In der Summe wurden nach Angaben der Statistiker im vergangenen Jahr 677’200 Tonnen Rotfleisch in Österreich erzeugt, was einen Zuwachs von 1,2% bedeutete. Stärker legten hingegen die Hühnerschlachtungen zu, und zwar um 3,4% auf 108,14 Mio. Tiere. Daraus ergab sich ein Schlachtgewicht von insgesamt 161’300 Tonnen Hühnerfleisch, womit die 2024 erzielte Menge kräftig um 7,3% übertroffen wurde.