Bauern müssen Zukunft selber gestalten

Die Notwendigkeit einer modernen Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung und der Umwelt hat der Präsident des Weltbauernverbandes (WFO), Theo de Jager, unterstrichen.

Die Notwendigkeit einer modernen Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung und der Umwelt hat der Präsident des Weltbauernverbandes (WFO), Theo de Jager, unterstrichen.

„Wir brauchen weltweit eine effiziente, professionelle Landwirtschaft, um Hunger und Armut zu bekämpfen und aktiv Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben“, erklärte de Jager im Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

De Jager, der in Südafrika einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet, betonte auch die Notwendigkeit, Kenntnisse und Erfahrungen über moderne Landwirtschaft intensiver zu vermitteln.

Zukunft selber in Hand nehmen

„Landwirte müssen von Landwirten lernen. Dies ist der vielversprechende und erfolgreichste Weg, Fortschritte in der Landwirtschaft zu erhalten“, so der Weltbauernverbandspräsident. Sein Traum sei, dass „die Landwirte ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen“, erklärte de Jager.

Vorbildlich für Afrika und Asien sei die Weiterbildung von Junglandwirten in Deutschland wie der Top Kurs, wo landwirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Expertise vermittelt würden.

Interessen besser durchsetzten


Der Weltbauernpräsident sieht in starken, unabhängigen Interessenverbänden und Vermarktungsorganisationen wie Genossenschaften den Schlüssel zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Es müsse Landwirten gelingen, ihre eigenen Interessen politisch besser durchzusetzen, sich unternehmerisch zu entwickeln und auch Investitionen in die Entwicklung der Betriebe finanzieren zu können.

Der Landwirtschaft in vielen Entwicklungsländern fehle der freie Zugang zu Krediten und vor allem zu Boden, beklagte de Jager. So sei es nicht verwunderlich, dass die Landwirtschaft trotz hoher Arbeitslosigkeit bei der Jugend in Afrika kein gutes Image genieße, da sie den Beruf mit Armut verbinde. 

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