Bauern protestieren gegen Betrug

Mehr als vier Monate nach der Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak sind in Bratislava am Freitag wieder tausende Menschen gegen die Regierung auf die Strasse gegangen. Dem Protestmarsch schlossen sich auch Bauern an.

Mehr als vier Monate nach der Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak sind in Bratislava am Freitag wieder tausende Menschen gegen die Regierung auf die Strasse gegangen. Dem Protestmarsch schlossen sich auch Bauern an.

Sie verteilten Blumenkohl, Karotten und Kartoffeln an die Demonstranten. Kuciak und seine Verlobte waren im Februar ermordet worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mord im Zusammenhang mit Recherchen des Journalisten stand.

Kuciak wollte einen Artikel über korrupte Machenschaften in der Slowakei veröffentlichen. In dem Artikel ging es neben mutmasslichen Verbindungen höchster politischer Kreise zur italienischen Mafia auch um den mutmasslichen Betrug mit EU-Agrarsubventionen in Millionenhöhe.

Slowakische Landwirte fordern nun transparentere Vorgaben für die Verteilung der EU-Subventionen und für Landnutzungsrechte. Am Dienstag waren hunderte Bauern mit Traktoren nach Bratislava gefahren, um gegen den mutmasslichen Subventionsbetrug zu protestieren.

Der Mord an dem Journalisten hat die Slowakei in Aufruhr versetzt. Nach Anti-Korruptions-Protesten trat im März Regierungschef Robert Fico zurück. Auch der Innenminister und der Chef der Anti-Korruptions-Einheit der Polizei nahmen ihren Hut. Die Proteste gegen Regierung und Polizei rissen jedoch nicht ab.

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