Bauernprotest für «gerechte Preise»

Spaniens Bauern haben ihrer Forderung nach «gerechte Preise» und politischen Veränderungen vergangene Woche wieder durch Demonstrationen Nachdruck verliehen.

Spaniens Bauern haben ihrer Forderung nach «gerechte Preise» und politischen Veränderungen vergangene Woche wieder durch Demonstrationen Nachdruck verliehen.

Aufgerufen von den grossen Bauernorganisationen COAG, Asaja und UPA gingen von Dienstag bis Donnerstag im ganzen Land bei zahlreichen Protestaktionen tausende Bauern auf die Strassen, um ihre Zukunft zu „verteidigen“.

Die Branche stehe immens unter Druck, weil sie infolge einer zu schwachen Position in der Lebensmittel-Lieferkette nur geringe Produzentenpreise erziele, beklagten die Bauern. Hinzu kämen hohe und steigende Kosten, etwa durch die kürzlich erfolgte Erhöhung des Mindestlohns. Gleichzeitig würden von der Europäischen Union und der spanischen Regierung Hilfen gekürzt.

Negative Auswirkungen auf die Betriebsergebnisse ergäben sich auch aus Handelsschranken, unter anderem den von den USA eingeführten Zöllen beispielsweise auf Olivenöl und Wein sowie einer bislang nicht ausreichenden Förderung der regionalen Produktion, hiess es vom Berufsstand. Dabei sei die Landwirtschaft ein zentraler Akteur unter anderem im Kampf gegen den Klimawandel und die Entleerung des ländlichen Raums. Die „Zeit der Worte“ sei vorbei, jetzt gehe es um Lösungen, so der Tenor auf den Demonstrationen, die in Einzelfällen auch von Ausschreitungen überschattet waren.

Spaniens Landwirtschaftsminister Luis Planas äusserte sein Verständnis für die Forderungen der Bauern. Er sei dialogbereit. Besonderen Handlungsbedarf sieht er im Hinblick auf eine gerechte Preisbildung und der Verringerung der US-Zölle. Zudem seien Fragen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu klären. Die Bauern in Spanien hatten bereits im November demonstriert. Jetzt kündigten sie an, so lange weiter auf die Strassen zu gehen, bis es Ergebnisse gebe.

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