Der französische Bauernverband (FNSEA) hat sich klar gegen eine Verringerung der Agrarproduktion ausgesprochen.
Eine Wachstumsrücknahme aus ökologischen Gründen sei eine «rote Linie», erklärte Verbandspräsidentin Christiane Lambert in der vorvergangenen Woche beim 75. FNSEA-Kongress in Niort.
Lambert beschwor die Einheit des Berufsstandes und kritisierte das «Diktat der niedrigen Preise», das unweigerlich zu einer Schwächung der landwirtschaftlichen Betriebe und der Lebensmittelhersteller führen würde. In diesem Zusammenhang benannte die FNSEA-Präsidentin die Ernährungssouveränität als eine der wichtigsten Herausforderungen.
Ohne einen «starken politischen Willen» sei der Strukturwandel nicht aufzuhalten. Verstärkt werde der Druck durch die demografische Entwicklung und die geringe Attraktivität des Berufs Landwirt, angefangen bei der Vergütung. Der FNSEA werde diese Entwicklungen nicht als unausweichlich hinnehmen, unterstrich Lambert.
Im Rahmen des Projekts #FNSEA2025 will der Verband eine Mitgliederoffensive starten. Man werde das Blickfeld erweitern und auf Nähe und Attraktivität setzen, um Landwirte zurückzugewinnen, erklärte der stellvertretende Generalsekretär Patrick Bénézit. Gebraucht würden engagierte Verbandsvertreter, lokale Angebote und attraktive Dienstleistungen.
