Bayer AG: Pflanzen-Wissenschaft überrascht positiv

Die Bayer AG hat im ersten Quartal 2026 dank guter Geschäfte in der Division Crop Science besser abgeschnitten als bislang prognostiziert. Das operative Ergebnis stieg um 9% auf umgerechnet 4,12 Milliarden Franken. Zwar sank der Umsatz nominal auf umgerechnet 12,27 Milliarden Franken, währungsbereinigt ergab sich jedoch ein Plus von 4,1%. 

AgE |

Dank guter Ergebnisse in der Division Crop Science (Pflanzenwissenschaften) legte die Bayer AG im ersten Quartal 2026 ein überraschend starkes Ergebnis hin. Wie das Unternehmen Mitte Mai mitteilte, stieg das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen verglichen mit dem ersten Quartal 2025 um 9% auf 4,5 Mrd. Euro (4,12 Milliarden Franken). Der Konzernumsatz sank nominal zwar um 2,4% auf 13,4 Mrd. Euro (12,27 Milliarden Franken). Währungsbereinigt entsprach dies aber einem Zuwachs um 4,1%.

Der Umsatz der Division Crop Science lag währungsbereinigt 6,8% über dem Vorjahresquartal bei rund 7,5 Mrd. Euro (6,87 Milliarden Franken), was den Umsatzrückgang des schwächelnden Pharmageschäfts des Konzerns mehr als ausglich. Mit Blick auf die über den Erwartungen liegende Marktperformance einiger neu entwickelter Medikamente zeigt sich Bayer allerdings weiterhin optimistisch für seine Gesundheitssparte.

Crop Science profitiert von Agreement mit Corteva

Zurückzuführen ist das Plus im Agrargeschäft hauptsächlich auf eine lizenzverträgliche Einigung mit dem Bayer-Konkurrenten Corteva in Nordamerika, die umgerechnet 448 Mio. Euro ( 410 Milliarden Franken) einbrachte. Ebenso trug ein deutliches Wachstum im Bereich Saatgut und Pflanzeneigenschaften bei Mais zum guten Ergebnis bei. In den übrigen Bereichen - abgesehen von «Sonstige», zu dem das ebenfalls wachsende Rapssaatgeschäft zählt, -musste Bayer dagegen Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen.

Bei den Insektiziden und Fungiziden machte sich laut Bayer vor allem ein «herausforderndes Marktumfeld» in Lateinamerika bemerkbar. Auch bei Herbiziden, sowohl den glyphosathaltigen und den nicht-glyphosathaltigen, wurden währungsbereinigt zweistellige Umsatzrückgänge verzeichnet. Ein Lichtblick für Bayer war dafür die Wiederzulassung des Herbizids Dicamba in 34 US-Bundesstaaten, was den Weg für die Vermarktung des entsprechenden Bayer-Produktes für die Saison 2026 frei gemacht hat.

Irankrieg beeinflusst Prognose nicht

Für den weiteren Ausblick auf das Jahr 2026 bestätigte Bayer die währungsbereinigte Konzernprognose aus dem Geschäftsbericht 2025. In Leverkusen verweist man ferner darauf, dass der Krieg im Nahen Osten das globale wirtschaftliche Umfeld belastet, geht allerdings davon aus, dass die «aktuellen geopolitischen Entwicklungen» keinen «materiellen Einfluss» auf die Jahresprognose haben.

Vermutlich wichtiger als die Entwicklungen im Iran dürfte für Bayer ohnehin der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat in den USA sein. In diesem Jahr wird ein «Showdown» beim höchsten Gericht der Vereinigten Staaten – dem US Supreme Court – erwartet. Parallel strebt der Konzern im Rahmen seiner mehrgleisigen Strategie an, per Sammelvergleich die Klagen vom Tisch zu bekommen. 

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