Landwirtschaft: Bayer will 10 «Blockbuster-Produkte»

Bayer Crop Science (Nutzpflanzenwissenschaft) treibt die Einführung neuer Agrarinnovationen voran. Ziel ist es, innerhalb von zehn Jahren zehn Blockbuster-Produkte mit einem Umsatzpotenzial von umgerechnet jeweils mindestens 470 Millionen Franken auf den Markt zu bringen.

AgE |

Bayer treibt seine im Juni 2024 vorgestellte Wachstumsstrategie voran. Der Konzern verfolgt das Ziel, innerhalb von zehn Jahren zehn «Blockbuster-Produkte» einzuführen. Diese sollen einen Spitzenumsatz von jeweils mindestens 500 Mio. Euro (470 Mio. Franken) bringen. Die Palette an landwirtschaftlichen Innovationen reicht von Saatgut und Pflanzenmerkmalen der nächsten Generation über Pflanzenschutz bis hin zu digitalen und biologischen Lösungen.

Zugleich setzt die Agrarsparte ihr 2025 gestartetes Fünfjahresprogramm um. Durch Kostensenkungen, Portfolioanpassungen und Innovationen sollen Wachstum, Profitabilität und Cashflow bis 2029 deutlich gesteigert werden.

Neue herbizidtolerante Sorten

Bereits in der Kommerzialisierung befinden sich laut Bayer ein neues Insektizid sowie das Preceon Smart Corn System, ein digital unterstütztes System auf Basis von niedrig wachsendem Mais. Im Sojabereich wird im kommenden Jahr in den USA und Kanada die Einführung einer herbizidtoleranten Sorte erwartet; in Brasilien soll für die Anbausaison 2027/28 ebenfalls eine herbizidtolerante Sojabohne mit neuen Insektenschutzeigenschaften auf den Markt kommen.

Bayer stösst auch in angrenzende Wachstumsfelder vor. Mit einem neuen Portfolio an Zwischenfrüchten für Biokraftstoffe will der Konzern dazu beitragen, die wachsende Nachfrage nach Biodiesel, erneuerbarem Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff zu bedienen. Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Pläne voran, Anfang der 2030er Jahre Hybridweizensaatgut gleichzeitig in Europa und Nordamerika auf den Markt zu bringen.

Mit Sparprogramm wachsen

Bayers Innovationen werden durch die Umsetzung des Fünfjahresprogramms für die Division Crop Science ermöglicht, das 2025 vorgestellt wurde. Mit dem Sparprogramm will die Agrarsparte bis zum Ende des Jahrzehnts über Marktniveau zu wachsen und währungsbereinigt mehr als 3,5 Mrd. Euro (3,3 Mrd. Franken) zusätzlichen Umsatz zu erzielen. Nach Angaben des Konzerns konnten bereits Kosten in Höhe von fast 400 Mio. Euro (376 Mio. Franken) eingespart werden.

Ein weiteres Ziel sei es, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen um 1 Mrd. Euro (940 Mio. Franken) zu verbessern und eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im mittleren 20-Prozentbereich bis Ende des Jahrzehnts zu erreichen, so Bayer. Als Teil der Massnahmen seien bereits fünf Wirkstoffe veräussert und mehr als 100 Pflanzenschutzformulierungen eingestellt worden. Parallel dazu habe man Lagerbestände im Wert von 500 Mio. Euro (470 Mio. Franken) abgebaut. Dies soll dazu beitragen, bis 2029 einen freien operativen Cashflow von mehr als 3 Mrd. Euro (2,8 Mrd. Franken) zu erreichen.

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