BDM: Agrarmarktpolitik umsteuern

Ein Umsteuern in der europäischen Agrarmarktpolitik hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) erneut angemahnt

Ein Umsteuern in der europäischen Agrarmarktpolitik hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) erneut angemahnt

Agrarpolitik sei mehr als Geld verteilen. Sie sei vor allem dafür zuständig, durch entsprechende Marktrahmenbedingungen eine deutliche Verbesserung der Marktstellung der Landwirte zu ermöglichen, betonte der BDM-Vorsitzende Stefan Mann am Montag vor Weihnachten angesichts der aktuellen Diskussionen und des Widerstands der Bauern gegen immer mehr Auflagen und eine mangelnde Wertschätzung.

Voraussetzung für den Green Deal sei ein „Markt-Deal“, so Mann. Nicht nur die Politik, auch alle Verbände und Initiativen des Berufsstands seien gefordert, das Hauptproblem der Landwirte, die viel zu niedrigen Markterlöse für ihre Produkte, anzugehen. „Wir müssen selbstbewusst die Forderung nach hohen Produzentenpreisen stellen. Wir müssen Vorschläge machen und Strategien entwickeln, wie das im Markt umgesetzt werden kann, denn „andere werden das nicht für uns übernehmen“, erklärte Mann.

Er verwies auf die BDM-Sektorstrategie 2030, mit der ein Konzept entwickelt und vorgelegt worden sei, wie der Milchmarkt der Zukunft gestaltet werden müsse. Hätten die Landwirte ausreichende Markterlöse, könnten die öffentlichen Gelder zielgerichteter und erfolgreicher dafür verwendet werden, zusätzliche Leistungen für den Umwelt-, Klima, und Naturschutz zu honorieren.

Der BDM-Vorsitzende unterstrich, die Politik müsse die Marktrahmenbedingungen gestalten,wenn sie der Landwirtschaft eine echte Perspektive geben wolle. Das allem zugrundeliegende Problem sei die wirtschaftliche Lage, die auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben äusserst angespannt sei. Die monatlichen Einnahmen reichten kaum zur Deckung der laufenden Kosten. Die Milchviehhalter leben laut Mann „seit langem von der Substanz“.

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