Überschwemmte Äcker: Hilfe wird ausgeweitet

Das britische Landwirtschaftsministerium hat die Förderbedingungen für seinen Fonds zur Hilfe flutgeschädigter Farmer aufgefächert. Nun sind auch die Landwirte förderfähig, die nicht in der Nähe eines Flusses ihre Flächen haben, aber aufgrund der extremen Regenfälle ebenfalls geschädigt wurden. 

AgE |

Im Vereinigten Königreich können nun noch mehr Farmer von den Mitteln aus dem Fonds für den Wiederaufbau der Landwirtschaft profitieren. Der englische Bauernverband (NFU) hatte sich in den vergangenen Wochen stark dafür eingesetzt, dass die Hilfen ausgeweitet werden und konnte jetzt Erfolg vermelden.

Die Zuschüsse liegen zwischen 568 Franken (587 Euro) und 28’458 Franken (29.363 Euro) und sollen dazu dienen, geschädigte Agrarflächen wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

 Zunächst waren nur die Farmer antragsberechtigt, die Flächen in einem Umkreis von 150 Metern um einen über die Ufer getretenen Fluss in den am stärksten betroffenen Regionen bewirtschaften. Die Abstandsregel war dann  aufgehoben worden, um alle überschwemmten Flächen in der Nähe eines Flusses einzubeziehen. Nun hat das Landwirtschaftsministerium (DEFRA) diese Regelung nochmals ausgeweitet. Jetzt sind auch Landwirte förderberechtigt, die durch die extremen Regelfälle geschädigt wurden.

Unterstützung für weitere 10’000 Betriebe

Landwirtschaftsminister Steve Barclay erklärte auf der Nachrichtenplattform X, dass durch die Ausweitung des Fonds rund 10’000 weitere landwirtschaftliche Betriebe Unterstützung erhalten könnten.

Die Farmer benötigten diese Mittel zur Wiederherstellung ihrer Felder. Barclay zufolge hatten die extremen Regenfälle und Überschwemmungen im Winter «verheerende Auswirkungen».

«Wirklich gute Nachricht»

NFU-Präsident Tom Bradshaw wertete die neue Regelung als «eine wirklich gute Nachricht» und zeigte sich erleichtert, dass die Regierung zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellt.

«Diese Massnahmen werden bei vielen Landwirten, die aufgrund des aussergewöhnlichen finanziellen Drucks von einer sehr unsicheren Zukunft stehen, eine entscheidende Erleichterung verschaffen», erklärte Bradshaw.

Zugleich lobte der englische Bauernpräsident, dass das DEFRA Massnahmen zur Verbesserung der Liquidität der Betriebe beschlossen habe. Dazu zählt Bradshaw insbesondere, dass die Auszahlung der zweiten Rate der gekoppelten Direktzahlungen in Höhe von 50% von Dezember auf September vorgezogen wird. Die erste Rate sollen die Farmer im August erhalten. 

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