In Ungarn sind ein ranghoher Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums sowie drei Personen aus der Privatwirtschaft wegen des Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug und Amtsmissbrauch in Untersuchungshaft genommen worden.
Dem Ministerialbeamten, der in einer dem Agrarressort unterstellten Behörde für die Vergabe von EU-Agrarsubventionen verantwortlich war, und seinen Komplizen wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in Brüssel Anträge auf EU-Gelder für Ländereien gestellt zu haben, die ihnen gar nicht gehörten.
Die Justizbehörde sprach von einem „systematischen, bandenmässigen“ Vergehen, in das extern insgesamt 24 Scheinfirmen verstrickt gewesen sein sollen. Der dabei entstandene Schaden wird auf rund 1,4 Mio Euro beziffert.