Der französische Staat wird seine Unterstützung für die heimischen Biobauern ausweiten. Wie das Pariser Landwirtschaftsministerium am 13. Juni mitteilte, wird das Nothilfeprogramm für den Biolandbau nochmals aufgestockt.
Zugeschossen werden sollen demnach weitere 15 Mio. Euro (14,32 Mio. Fr.). Bislang waren 90 Mio. Euro (85,6 Mio. Fr.) bereitgestellt worden. Laut Ministerium werden die zusätzlichen Mittel dafür sorgen, dass alle eingegangenen förderfähigen Anträge positiv beschieden werden können.
Nicht zufrieden zeigte sich der Verband der Biolandwirtschaft (FNAB). Er verwies auf die jüngsten Zahlen zur Entwicklung des Biolandbaus. Der Rückgang der Fläche gebe Anlass zur Sorge, so der FNAB. Die Regierung müsse nun ihre Strategie ändern und den Betrieben eine langfristige Unterstützung bieten. Der Verband forderte, die Biobauern auch nach der Umstellung stärker zu unterstützen.
Konkret soll die Prämie für die massgeblichen Bio-Regelungen auf 145 Euro pro Hektar angehoben werden. Ausserdem will der FNAB, dass aus dem Budget des Umweltministeriums finanzierte Umweltprämien dem Biolandbau vorbehalten werden sollen. Ein Dorn im Auge sind dem Verband zudem immer noch Qualitätskennzeichen wie das umstrittene Siegel für «hohen biologischen Wert» (HVE). Durch dessen Einbeziehung in den nationalen Strategieplan entgehen den Biobauern laut Verband mehr als 140 Mio. Euro (134 Mio. Fr.) jährlich.
