
Das Virus wurde mehrfach nachgewiesen. (Symbolbild)
Daniel Salzmann
Der Stopp erfolgt nur nach zwei Wochen, nachdem die Volksrepublik ihren Markt für irisches Rindfleisch zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder geöffnet hatte.
Erst seit Januar wieder Exporte
Irland hatte dem Ministerium zufolge den ersten Ausbruch der Krankheit in einem Bestand im Südosten des Landes gemeldet und wurde von den chinesischen Behörden darüber informiert, dass sie die Einfuhr von irischem Rindfleisch wieder ausgesetzt hätten. Seitdem wurde das Virus in drei weiteren Beständen in der Nähe des ersten Ausbruchs nachgewiesen.
China hatte seinen Markt für irische Rindfleischimporte am 12. Januar während eines Besuchs des irischen Premierministers Micheál Martin in Peking wieder geöffnet und damit eine bis 2024 geltende Aussetzung aufgehoben, die nach der Entdeckung eines Falls von Rinderwahnsinn (BSE) verhängt worden war.
Ausbrüche in ganz Europa
«Angesichts der kürzlichen Wiederöffnung des Marktes ist dies eine enttäuschende Nachricht», sagte Landwirtschaftsminister Martin Heydon laut der Mitteilung. Sein Ministerium stehe aber mit den chinesischen Behörden in Kontakt, um die Aussetzung zeitnah zu beenden, fügte er hinzu.
Die Blauzungenkrankheit, die weder Menschen noch die Sicherheit von Tierfleisch oder Milch beeinträchtigt, wurde in den vergangenen Monaten in mehreren Teilen Europas, darunter auch in Nordirland, gemeldet. Laut Heydon hat der Ausbruch in Irland keine Auswirkungen auf die Fleisch- und Milchexporte in die Europäische Union, nach Grossbritannien und in die meisten anderen internationalen Märkte.