Bulgarien: Haben landwirtschaftliche Bodenpreise Zenit erreicht?

In Bulgarien mehren sich die Stimmen, die vor einer Überhitzung des landwirtschaftlichen Bodenmarktes warnen. Die Preise für Agrarflächen seien noch immer stark überhöht, hiess es zuletzt aus Sofioter Immobilienkreisen.

AgE |

In Bulgarien mehren sich die Stimmen, die vor einer Überhitzung des landwirtschaftlichen Bodenmarktes warnen. Die Preise für Agrarflächen seien noch immer stark überhöht, hiess es zuletzt aus Sofioter Immobilienkreisen.

Der Vorsitzende des Verbandes der Eigentümer von Agrarflächen (BASZZ), Borislav Petkov, wies kürzlich in einem Rundfunkbeitrag darauf hin, dass die Preise für landwirtschaftliche Böden im Verlauf der vergangenen drei Jahre uminsgesamt 50% und mehr gestiegen seien.

Pro Hektar würden umgerechnet 1'500 Euro (1'820 Fr.) gezahlt. Allerdings habe inzwischen ein rückläufiger Prozess mit Preisabschlägen in der Grössenordnung von etwa 20% eingesetzt. Als Hauptursache für den Anstieg der Agrarlandpreise gibt Petkov die gute Ertragslage der Landwirtschaft während der letzten Jahre an, insbesondere die hohen Produzentenpreise für Getreide.

Investoren, die über freie Mittel verfügten, hätten in Agrarflächen investiert und dabei auf eine schnelle Rendite gesetzt. Daher sei viel Geld in die landwirtschaftliche Immobiliensparte geflossen, ohne dass sich jedoch die erwartete Rendite realisiert habe, erklärte Petkov.

Inzwischen zögen sich die Investoren wieder zurück und verkauften nicht allein Agrarflächen, sondern ganze Landwirtschaftsbetriebe. Insbesondere im Fall kleinerer Grundstücke habe der Anstieg der Preise der Marktlogik nicht entsprochen. Besonders betroffen von dem Rückzug der Investoren seien Betriebe mit Getreideanbau, in die die grössten Investitionsbeträge geflossen seien.

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