Chile, China und Marokko haben herausragende Erfolge in der Hungerbekämpfung erzielt. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vergangene Woche mitteilte, sind China und Marokko in den Kreis der nunmehr 40 Länder auf gestiegen, die den Anteil der Unterernährten bis 2015 verglichen mit 1990 halbieren konnten.
Chile erfüllte dieses UN-Millenniumsentwicklungsziel bereits im vergangenen Jahr. Das südamerikanische Land ging mittlerweile sogar einen Schritt weiter und konnte auch die Anzahl der Hungernden um die Hälfte verringern. Gemeinsam mit 18 anderen Staaten erfüllt Chile damit die Vorgabe des UN-Welternährungsgipfels von 1996.
FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva bekräftigte anlässlich einer Feier in Rom, das Hauptziel bleibe weiter die vollständige Ausmerzung von Hunger und Fehlernährung. „Auch in der Welt von heute mit einem überreichlichen Angebot sind mehr als 840 Millionen Menschen noch immer unterernährt“, hob der Brasilianer hervor. Die Gewährleistung von Ernährungssicherheit und die Hilfe zur Überwindung extremer Armut seien erste Schritte auf dem Weg zu einer Zukunft, die alle Menschen einschließe und niemanden zurücklasse. Graziano da Silva gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses Ziel innerhalb von ein bis zwei Generationen erreicht werden könnte.