
Insgesamt wurden rund 139 Mio. Tonnen Weizen eingefahren.
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Während in Europa die Getreideernte erst jetzt richtig in die Gänge kommt, haben die Landwirte in China die Druscharbeiten beim Weizen bereits abgeschlossen.
Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes (NBS) wurden im Rahmen der «Sommer-Getreideernte» insgesamt rund 138,95 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichtes Plus von 0,8 Mio. Tonnen oder 0,6 %.
Qualitätsverluste durch Regen
Allerdings gab es während der Ernte in einigen Regionen Probleme durch Regen, der bei einem Teil des Weizens zu Qualitätsverlusten führte.
Daher dürften diese Partien nur noch als Futtermittel Verwendung finden. Analysten schätzen, dass übermässiger Niederschlag zur Keimung von 4,8 bis 10 Mio. Tonnen Weizen führte.
Ernte dient der Eigenversorgung
Auch in diesem Jahr bleibt China unangefochten der grösste Weizenproduzent der Welt, vor Indien und Russland. Die Volksrepublik erzeugt etwa ein Sechstel der weltweiten Weizenernte. Gleichzeitig ist die Volksrepublik aber auch der weltweit grösste Verbraucher von Weizen. Das Land deckt in der Regel den Grossteil seines Bedarfs mit heimischer Ware und importiert nur begrenzte Chargen an hochwertigem Getreide.
Auch Indien nutzt den Grossteil seiner Getreideernte zur Sicherung der heimischen Nahrungsmittelversorgung. Exporte werden von der Regierung in Neu-Delhi daher streng reguliert. Anders sieht es dagegen in Russland aus. Dort ist das Getreideaufkommen zwar weitaus geringer als in China und Indien. Allerdings verbraucht das Land selbst deutlich weniger und kann dadurch als grösster Weizenexporteur am Weltmarkt auftreten.