China öffnet Agrarmarkt für Brasilien

China und Brasilien haben ihre Zusammenarbeit im Agraraussenhandel deutlich vertieft. Neue Exportabkommen, Investitionen und sanitäre Standards sollen den Austausch stärken – und beiden Seiten wirtschaftliche Vorteile bringen.

China und Brasilien sind im Agraraussenhandel nochmals enger zusammengerückt. Die Landwirtschaftsminister der beiden Staaten, Han Jun und Carlos Fávaro, vereinbarten am 13. Mai in Peking die Öffnung des chinesischen Marktes für fünf weitere Warengruppen aus Brasilien.

Dazu gehören Enten- und Trutenfleisch, Hühnerinnereien, Schlempe aus der Ethanolproduktion sowie Erdnussmehl.

Sanitäre Standards und Infrastrukturinvestitionen

Wie das brasilianische Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde zudem eine Absichtserklärung zu sanitären und phytosanitären Massnahmen unterzeichnet. Ziel sei es, durch intensivere Zusammenarbeit in diesen Bereichen die Lebensmittelsicherheit im bilateralen Handel zu erhöhen.

Darüber hinaus wurden verstärkte chinesische Investitionen in die brasilianische Infrastruktur zugesagt – unter anderem, um den Export landwirtschaftlicher Güter zu erleichtern.

Biotechnologie, GVO und Kritik an Protektionismus

Im Rahmen der Delegationsreise diskutierten die Beteiligten laut Fávaro auch über die Regulierung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) sowie den Einsatz von Biotechnologie zur Förderung von Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit.

In Brasilien wurden die Vereinbarungen von Regierung und Wirtschaft als grosser Erfolg gewertet – insbesondere wegen der erwarteten zusätzlichen Deviseneinnahmen. Vertreter beider Länder betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit und übten Kritik an protektionistischen Tendenzen – mit deutlichem Verweis auf die aktuelle Handelspolitik der USA.

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