China: Zusatzzölle auf Rindviehimporte

Die Massnahme greift bei Überschreitung länderspezifischer Kontingente und soll die heimische Produktion schützen.

China erhebt ab sofort Zusatzzölle von 55 % auf Rindfleischimporte, die festgelegte länderspezifische Lieferkontingente überschreiten. Die Regelung ist auf drei Jahre befristet und dürfte vor allem grosse Exportländer wie Brasilien empfindlich treffen.

Schutz der eigenen RindfleischwirtschaftDie Pekinger Staatsregierung begründet die Massnahme mit dem Schutz der heimischen Rindfleischwirtschaft. Eine nun abgeschlossene Untersuchung habe gezeigt, dass diese in den vergangenen Monaten unter stark gestiegenen Importen gelitten habe, teilten die Behörden mit.

Regelung gilt bis Ende 2028

Wie das chinesische Handelsministerium am Mittwoch (31.12.) weiter erklärte, gilt die bis Ende 2028 befristete Regelung für alle Länder – mit Ausnahme einiger Entwicklungsländer.

Diese dürfen im Jahr 2026 zusammen knapp 2,7 Mio. Tonnen Rindfleisch zum regulären Zollsatz in die Volksrepublik liefern. Für darüber hinausgehende Mengen wird der Zusatzzoll erhoben. Nicht ausgeschöpfte Kontingente können nicht auf Folgejahre übertragen werden.

Brasilien besonders betroffen

Die Neuregelung dürfte wichtige Lieferländer hart treffen. So wurde für Brasilien ein Lieferkontingent von 1,1 Mio. Tonnen festgelegt.

Zum Vergleich: Für das Gesamtjahr 2024 weist der Verband der brasilianischen Rindfleischexporteure (ABIEC) eine Liefermenge von 1,3 Mio. Tonnen aus, für die ersten elf Monate 2025 sogar von 1,5 Mio. Tonnen.

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