D: Krise in der Weinbranche – jetzt ist die Politik gefordert

Der Deutsche Weinbauverband hat die Bundespolitik aufgefordert, schneller auf die Krise im Sektor zu reagieren. Verbandspräsident Schneider betonte, dass der Berufsstand mehr erwarte, insbesondere nach dem Weingipfel Anfang September. 

AgE |

Die Bundespolitik muss aus Sicht der Winzer in der Weinbaupolitik schneller ins Handeln kommen. Das hat der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes (DWV), Klaus Schneider,  zum Auftakt des 65. Internationalen DWV-Kongresses in Mainz deutlich gemacht. «Der Berufsstand erwartet mehr», stellte der Verbandspräsident an die Adresse Berlins klar.

Schneider kritisierte, dass seit dem Weingipfel Anfang September im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) bereits drei Monate vergangenen seien und auf Impuls des Ministeriums «nahezu nichts» passiert sei. «Das muss sich ändern», mahnte der DWV-Präsident.

Bei dem Spitzentreffen hatte der Bund zugesagt, die kriselnde Weinbranche mit bis zu 1 Mio. Euro (945’000 Franknen) für eine Informationsoffensive unterstützen zu wollen. Ausserdem hatte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer angekündigt, sich auf EU-Ebene für Massnahmen zur kurzfristigen Marktentlastung stark machen zu wollen.

Der DWV-Präsident  machte in Mainz erneut deutlich, dass er die Übertragbarkeit der Mittel des Weinsektorprogramms und die Rotationsbranche als unverzichtbare Bestandteile zur Lösung der derzeitigen Krise sieht. Er appellierte an den Bund, den Berufsstand in dieser Hinsicht nachdrücklich zu unterstützen.

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