
Die Förderung wird in Abhängigkeit der jeweiligen Hangneigung als Pauschalsatz pro Hektar ausbezahlt.
Michelle Wüthrich
Als Reaktion auf die anhaltende Krise im Weinbau will das bayerische Landwirtschaftsministerium die fränkischen Winzer stärker unterstützen. «Die Situation am Weinmarkt fordert unsere Betriebe enorm», sagte Ressortchefin Michaela Kaniber vergangene Woche am Rande eines Treffens mit Vertretern des Fränkischen Weinbauverbandes.
Kern des neuen Massnahmenpakets ist nach Angaben des Ministeriums eine erhöhte Steillagenförderung sowie ein Investitionsfonds, mit dem Innovationen im Weinbau angeregt werden sollen.
Pauschalsatz pro Hektar
Wie das Ministerium auf Anfrage erklärte, soll die Förderung von Steillagen im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) deutlich aufgestockt werden. Die Förderung wird in Abhängigkeit der jeweiligen Hangneigung als Pauschalsatz pro Hektar ausbezahlt. Dieser soll nun jeweils um rund 50 % erhöht werden. Das gesamte Finanzierungsvolumen dieser Steigerung beziffert das Ressort auf etwa 500’000 Euro (462’000 Franken) Ziel sei eine Umsetzung bis spätestens Anfang 2027.
Daneben wurde den Ressortangaben zufolge im Rahmen des Förderprogramms zur Stärkung des Weinbaus eine zeitliche Spreizung zwischen Rodung und Wiederbepflanzung geschaffen, wodurch den Betrieben mehr planerische Flexibilität eingeräumt werden soll.
Ein neuer Investitionsfonds mit einem Budget von etwa 300’000 Euro (277’000 Franken) soll laut Ministerium zudem Winzern, Kommunen und Verbänden dabei helfen, auf die strukturellen Marktveränderungen zu reagieren. Ziel sei es, Absatzchancen zu verbessern, die Direktvermarktung auszubauen und den Weintourismus anzuregen.