Dänemark: Einkommen so tief wie 2009

Das Bruttoeinkommen der dänischen Landwirte ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Wert seit dem Krisenjahr 2009 gesunken.

Das Bruttoeinkommen der dänischen Landwirte ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Wert seit dem Krisenjahr 2009 gesunken.

Wie das Nationale Statistikamt berichtete, erzielten die Bauern in dem skandinavischen Land 2015 ein Gesamteinkommen von 24,5 Mrd dkr (3,3 Mrd Euro). Das war knapp ein Fünftel weniger als im Jahr davor und fast 30 % weniger als im Rekordjahr 2012, als der Sektor ein Bruttoeinkommen von umgerechnet 4,6 Mrd Euro erwirtschaftet hatte. Tiefer lag das gesamte Bruttoeinkommen der dänischen Bauern in jüngerer Zeit nach Angaben der Behörde zuletzt nur während der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09.

Dabei muss laut den offiziellen Zahlen allerdings beachtet werden, dass der Agrarsektor auch in den Jahren davor vergleichsweise mäßige Gesamteinkommen erzielte, die meist um die Marke von umgerechnet 3,0 Mrd Euro geschwankt hatten. Der jüngste Rückgang beim landwirtschaftlichen Gesamteinkommen resultierte nach Darstellung der Statistikbehörde vor allem aus gesunkenen Einnahmen im tierischen Bereich. Dabei seien die Einkünfte aus Milch, Schweinefleisch und Pelztieren im zweistelligen Prozentbereich gesunken, während sich die Einnahmen bei Rindfleisch nur wenig verändert hätten. Im Acker- und Gartenbau ging das Bruttoeinkommen der dort tätigen Unternehmen laut den Behördenangaben nur wenig zurück. Dafür habe insbesondere eine rekordhohe Getreideernte gesorgt, die einen Großteil der deutlichen Preisrückgänge bei den Ackerfrüchten kompensiert habe.

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