
Die Fischerei hat eine grosse Bedeutung für den grönländischen Aussenhandel. Der Wirtschaftszweig trage derzeit rund 95 % zum Gesamtexport des Landes bei.
Bernd Hildebrandt
Dänemark und Grönland arbeiten nicht nur in aussenpolitischen Fragen, sondern auch in den Bereichen Ernährung und Fischerei eng zusammen. Diese Botschaft ging aus einem Treffen des dänischen Landwirtschaftsministers Jacob Jensen mit seinem grönländischen Amtskollegen Peter Borg hervor, das in Kopenhagen stattfand.
Laut Jensen lässt sich nur durch eine enge Kooperation zwischen Dänemark und Grönland das bestmögliche Ergebnis für das dänische Königreich erzielen. Vor diesem Hintergrund werde die Zusammenarbeit der Lebensmittel- und Veterinärbehörden derzeit weiter intensiviert. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Förderung des grönländischen Exports. So führt das dänische Agrarministerium gegenwärtig gemeinsam mit grönländischen Behörden eine Analyse der Exportmöglichkeiten für grönländische Fischereiprodukte in Drittstaaten durch.
Fischerei als Rückgrat des Exports
Borg unterstrich die grosse Bedeutung der Fischerei für den grönländischen Aussenhandel. Der Wirtschaftszweig trage derzeit rund 95 % zum Gesamtexport des Landes bei. Darüber hinaus arbeite Grönland daran, den Export von Robbenprodukten sowohl in EU-Staaten als auch in Nicht-EU-Staaten auszubauen.
In der Europäischen Union ist die Einfuhr von Robbenprodukten aus Tierschutzgründen derzeit grundsätzlich verboten. Ausnahmen bestehen jedoch für Produkte aus der Jagd der Inuit.