
Massgeblich zurückzuführen ist das Wachstum auf die Tierproduktion.
Proviande
Nach einer ersten Schätzung des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) summiert sich der Wert der heimischen Agrarproduktion in diesem Jahr auf insgesamt 76,8 Mrd. Euro (71,4 Mrd. Fr.). Das ist ein Zuwachs von 1,3 Mrd. Euro (1,21 Mrd. Fr.) beziehungsweise 1,7%.
Starker Anstieg bei Rindern
Massgeblich zurückzuführen ist das Wachstum auf die Tierproduktion. Mit einem Produktionswert von 39,3 Mrd. Euro (36,6 Mrd. Fr.)steuerte die Veredlungswirtschaft erstmals mehr als die Hälfte, nämlich 51,1%, zum gesamten landwirtschaftlichen Produktionswert bei. Getragen wurde das Plus von gestiegenen Produzentenpreisen. Der Pflanzenbau verzeichnete hingegen einen Rückgang des Produktionswertes.
Laut dem BZL sorgte ein knappes Angebot an Schlachtvieh für deutlich höhere Produzentenpreise. Eine Ausnahme bildeten Schweine, deren Erlöse spürbar sanken. Besonders stark fiel der Anstieg bei Rindern aus: Der Produktionswert kletterte um 31% auf knapp 6,3 Mrd. Euro (5,86 Mrd. Fr.). Auch für Rohmilch und Eier erhielten die Landwirte höhere Preise, was den Wert der tierischen Produkte zusätzlich steigen liess.
Rückgang bei Kartoffeln
In der Pflanzenproduktion zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Insgesamt sank der Produktionswert im Vergleich zu 2024 um 5,2% auf 32,4 Mrd. Euro (30,1 Mrd. Fr.), da die Produzentenpreise überwiegend unter dem Vorjahresniveau lagen. Betroffen waren unter anderem Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterpflanzen und Frischgemüse.
Beim Getreide konnte eine mengenmässig gute Ernte den Preisrückgang dafür überkompensieren, sodass der Produktionswert um 9% zulegte. Auch Ölsaaten und Obst verzeichneten einen höheren Produktionswert. Dagegen ging der Wert bei Eiweisspflanzen trotz einer grösseren Ernte wegen deutlich gesunkener Preise um 2% auf 154 Mio. Euro (143 Mio. F.r) zurück.
Zusätzlich trugen landwirtschaftliche Dienstleistungen und Nebentätigkeiten mit einem geschätzten Wert von rund 5,1 Mrd. Euro (4,7 Mrd. Fr.) zum Gesamtwert bei.