
Solche Szenen wird es bei der diesjährigen Ausgabe der Pariser Landwirtschaftsmesse «Salon International de l’Agriculture» nicht geben. Zwar ist Emmanuel Macron immer noch Präsident Frankreichs, doch die Kühe werden fehlen.
Screenshot SRF
Die 61. Ausgabe des Salon International de l’Agriculture (21. Februar bis 1. März 2026) findet erstmals ohne Rinder statt. Dies stellt einen historischen Bruch mit der Tradition dar, wie verschiedene französische Medien berichten. Seit 1964 gibt es die Pariser Landwirtschaftsmesse in ihrer heutigen Form. 2026 ist das erste Mal, dass kein einziges Rind zur Messe kommt.
«Ein schwerer Schlag für die Messe»
Es werden keine Tiere präsentiert, da 28 Zucht- und Selektionsverbände ihre Teilnahme zurückgezogen haben. Grund dafür sei die Sorge vor einer Ausbreitung der «Lumpy Skin»-Krankheit, einer ansteckenden Rinderkrankheit, die derzeit in Teilen Frankreichs grassiert. Obwohl viele Tiere aus sicheren Regionen gekommen wären und Hygienekonzepte vorgelegen hätten, entschieden sich die Verbände aus Vorsicht und Solidarität gegen eine Teilnahme.
Messepräsident Jérôme Despey sprach von einem schweren Schlag für die Messe und zeigte sich tief betroffen. Verhandlungen über Schutzauflagen seien erfolglos geblieben. «Es gab Befürchtungen, Emotionen und gleichzeitig Solidarität, nicht an der Internationalen Landwirtschaftsmesse teilzunehmen», wird Despey von Franceinfo zitiert.
Die Organisatoren betonen jedoch den breit gefächerten Charakter des Salons: Neben Schafen, Ziegen, Schweinen, Pferden, Hunden und Katzen wird es eine grosse Schau landwirtschaftlicher Produkte, Innovationen und Bildungsangebote geben. Der traditionelle Rinderbereich werde neu gestaltet, damit das Erlebnis trotz der Lücke attraktiv bleibt.