Deutscher Hopfenmarkt: Grosser Umbruch erwartet

Auf die deutschen Hopfenanbauer kommen schwierige Jahre zu. Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer sieht am deutschen Markt eine Überversorgung, mit vollen Lagern bei Brauern und Händlern. Verschärft werde die angespannte Marktsituation durch den weltweit stark zurückgehenden Bierkonsum. 

AgE |

Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer sieht die Hopfenbaunation Deutschland vor grossen Veränderungen. «Die nächsten Jahre werden schwierig», warnte Verbandspräsident Adi Schapfl Anfang Dezember in München. Der deutsche Markt zeige eine Überversorgung, und die Hopfenlager bei Brauern und Händlern seien voll.

Weltweit grösster Hopfenproduzent

Verschärft werde die angespannte Marktsituation durch den weltweit stark zurückgehenden Bierkonsum, so Schapfl. Nur die rentablen Flächen, Betriebe und Vermarkter könnten in Zukunft erfolgreich sein. Andere würden schrumpfen oder ganz vom Markt verschwinden. Gleichwohl sieht der Verbandspräsident die deutschen Hopfenanbauer im internationalen Vergleich gut aufgestellt.

Der Blick auf die Zahlen ist ernüchternd. So haben die deutschen Anbauer auch in diesem Jahr die Hopfenfläche verkleinert; 1326 Hektar wurden aus der Produktion genommen, was gegenüber 2024 ein Minus von 6,5% bedeutet. Insgesamt lag das deutsche Hopfenareal noch bei 18’961 Hektar. Dies schlug sich entsprechend auf das Ernteergebnis nieder.

Sorgen um Pflanzenschutz

Laut Schapfl wurden 43’141 Tonnen Rohhopfen geerntet und damit 7% weniger als im Vorjahr. Dem Verband zufolge ist Deutschland mit 35% der weltweiten Hopfenfläche der grösste Hopfenproduzent weltweit. Exportiert werde deutscher Hopfen in mehr als 100 Länder.

Sorgen bereitet auch den Hopfenanbauern die stetig abnehmende Anzahl wirksamer Pflanzenschutzmittel. Das mache es grundsätzlich schwer, Hopfen mit ausreichenden Erträgen und guten Qualitäten zu erzeugen. In schwierigen Jahren wie 2025 sei der Hopfenbau in Deutschland nur noch möglich, wenn über Notfallzulassungen zusätzliche Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stünden, betonte Schapfl. Die Zahl dieser Notanträge steige leider stetig und habe 2025 mit sechs Anträgen einen neuen Höchststand erreicht. Deshalb brauche es dringend ein Umdenken im Pflanzenschutz.

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