Deutscher Käseexport: Wachstum dank EU-Länder

Käse bleibt für die deutsche Milchbranche das Zugpferd im Export. Im ersten Halbjahr 2013 wurde mit gut 580'000 Tonnen rund die Hälfte der heimischen Produktion ins Ausland verkauft und das Ausfuhrvolumen des Vorjahreszeitraums um fast 5 Prozent übertroffen.

AgE |

Käse bleibt für die deutsche Milchbranche das Zugpferd im Export. Im ersten Halbjahr 2013 wurde mit gut 580'000 Tonnen rund die Hälfte der heimischen Produktion ins Ausland verkauft und das Ausfuhrvolumen des Vorjahreszeitraums um fast 5 Prozent übertroffen.

Wie die Export-Union für Milchprodukte am vergangene Woche mitteilte, ging der höhere Auslandsabsatz ausschliesslich auf das Konto wachsender Lieferungen in andere EU-Staaten, die gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um knapp 9% auf rund 523'400 t zulegten. Die Käsemenge, die mit Ziel Drittländer verladen wurde, fiel dagegen mit knapp 73'000 t um 22% kleiner aus.

Schwieriger Markt Russland

Insbesondere Russland bleibe für die deutschen Exporteure aufgrund des andauernden Veterinärstreits mit den dortigen Behörden ein schwieriges Pflaster, erläuterte die Geschäftsführerin der Export-Union, Karin Monke. Ihr zufolge konnte in den ersten sechs Monaten 48% weniger Käse nach Russland verkauft werden.

Zwar hätten die Käsemengen, die dort nicht mehr unterzubringen waren, offenbar kurzfristig umgeleitet werden können, was auch der insgesamt knappen Versorgung des Marktes geschuldet sei. Es dürfe aber nicht vergessen werden, so Monke, dass bei längeren Sperrungen von deutschen Unternehmen diese ihre Handelspartner in Russland an Konkurrenten verlieren würden. Zudem könne nicht von allen Unternehmen die erneute Listung finanziell gestemmt werden.

Auch Nordafrika schwächelt

Auch in anderen Drittländern habe sich die Nachfrage nach deutschen Milchprodukten weniger positiv als erwartet entwickelt, berichtete Björn Börgermann, ebenfalls Geschäftsführer der Export-Union. So habe die Ausfuhr von Milchprodukten nach Nordafrika gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 einen gewaltigen Dämpfer erlitten.

Insbesondere gingen die Absatzzahlen in Libyen und Ägypten aufgrund der dort andauernden Krise zurück. Auch die Ausfuhr von Magermilchpulver verlief nach Ansicht der Export-Union nicht zufriedenstellend. Die Exportmenge blieb mit 149'200 Tonnn um mehr als 3% unter dem Vorjahresniveau.

Eine positive Entwicklung gab es dagegen im Bereich der Trinkmilchausfuhren in Drittländer. Die Liefermengen von Milch und Rahm in Länder ausserhalb der EU sind gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 27% auf 99'250 t gestiegen. Hauptabnehmer war in diesem Segment China mit fast 43'000 t.

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