Deutschland fördert Forschung zu Öko-Traktoren

Umgerechnet rund eine Million Franken investiert Deutschland in die Forschung zu klimafreundlichen Traktoren. Ziel ist es, die Akzeptanz für klimafreundliche Antriebe in der Landwirtschaft für Traktoren zu stärken und ihren vermehrten Einsatz zu fördern.

pd/ome |

Das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert den Wandel hin zu mehr klimafreundlichen Antrieben auf Hof und Feld mit einer Million Euro, heisst es in der Medienmitteilung. Landwirtschaftsminister Özdemir hat dazu dem Forschungsprojekt "TrAkzeptanz" die entsprechende Förderurkunde übergeben.

Das Projekt «Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft (TrAkzeptanz)» erforscht, mit welchen Anreizen die Marktdurchdringung von Traktoren mit alternativen Antrieben erhöht werde kann. Ein Fokus liegt auf der Frage, wie viel Treibhausgase dadurch eingespart werden könnten.

Klimafreundliche Technologien

«Es braucht Antworten, wie Höfe klimafreundlicher unterwegs sein können», wird Özdemir in der Medienmitteilung zitiert. Dieser Wandel gelinge nur wenn die Menschen, die sie umsetzen sollen, auch davon überzeugt sind. Und natürlich müsse es sich wirtschaftlich lohnen, so der Landwirtschaftsminister weiter. Mit der Förderung der Bundesregierung des Projekts «TrAkzeptanz» würde sie zu klimafreundlichen und wirtschaftlichen Technologien auf dem Feld beitragen.

Koordiniert wird das Projekt von drei Institutionen: der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), dem Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) und dem Bundesverband Bioenergie (BBE e.V.).

Umfrage bindet alle Beteiligten ein

Mit einer Befragung von Stakeholdern aus Landwirtschaft, Landmaschinenindustrie und Verbänden soll unter anderem analysiert werden, welche Anforderungen die Zielgruppen an Traktoren mit alternativen Antriebstechnologien haben und wie ihre Bereitschaft ist, auf solche Traktoren umzustellen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, welche Vor- und Nachteile mit der Nutzung von erneuerbaren Kraftstoffen und Elektroantrieben in der Landwirtschaft verbunden sind und welche Stellschrauben für den Wandel wichtig sind. Die Ergebnisse sollen in verschiedenen Formaten an Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft und die breite Öffentlichkeit kommuniziert werden. 

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, die Akzeptanz für klimafreundliche Antriebe in der Landwirtschaft für Traktoren zu stärken und ihren vermehrten Einsatz zu fördern. Klimafreundliche Traktoren können einen Beitrag dazu leisten, den Ausstoss von Treibhausgasen zu mindern und die Klimaschutzziele des Sektors Landwirtschaft zu erreichen. 

Start trotz Einsparungen

Das Vorhaben wurde im Förderschwerpunkt Sozioökonomie des Forschungs- und Innovationsprogramms „Klimaschutz in der Landwirtschaft“ eingereicht. Mit dem 2023 gestarteten Programm fördert das BMEL Projekte, die geeignet sind, die Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft zu mindern.

Aufgrund der Haushaltslage mussten dafür zur Verfügung stehende Mittel deutlich gekürzt werden. Für dieses zentrale Projekt konnten dennoch Fördergelder vergeben werden – es ist am 1. April 2024 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren bis 31. März 2027. 

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