Direktzahlungen: 20% kriegen 80%

Die Direktzahlungen innerhalb der EU sind zunehmend ungleich verteilt. Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU.

Die Direktzahlungen innerhalb der EU sind zunehmend ungleich verteilt. Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU.

Wie Agra-Europe schreibt, erhielten rund 20% der Begünstigten ungefähr 80% der Zahlungen. Monetär entspreche dies insgesamt einer Summe von rund 35,5 Mrd. Euro (39 Mrd. Fr.) für 1,5 Mio. Agrarbetriebe. Die übrigen 5,7 Mio Höfe erhielten zusammen etwa 6,6 Mrd. Euro (7.26 Mrd. Fr.).

Laut dem Bericht überdeckt dieses allgemeine Bild jedoch die enormen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. So seien etwa 92% der Landwirte in Rumänien und 97% in Malta kleine Betriebe; in Deutschland sind es hingegen weniger als 9%. In dem Reflektionspapier wird ausserdem darauf verwiesen, dass die Agrarpolitik der EU Landwirte und Bürger auch in den entlegensten Gebieten Europas erreichen würde. Dies habe positive Nebeneffekte für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in diesen Gegenden, ganz zu schweigen von einer höheren Krisenfestigkeit. 

 

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