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Steigende Aufwendungen für Futtermittel, Saatgut und weitere notwendige Betriebsmittel treffen auf Ertragseinbussen und belasten die Liquidität der Betriebe. Neben den unmittelbaren Folgen der fehlenden Niederschläge verschärfen auch die hohen Betriebsmittelpreise die wirtschaftliche Situation vieler Bäuerinnen und Bauern. Dies wirkt als Zweitrundeneffekt zusätzlich belastend und verschärft die ohnehin angespannte Liquiditätssituation.
Unbürokratisch
Wichtig ist es deshalb, den betroffenen Betrieben rasch und unbürokratisch jene Liquidität zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um die laufende Bewirtschaftung sicherzustellen und die aktuellen Belastungen abzufedern. Hier setzen die Landwirtschaftskammer Tirol und den Tiroler Raiffeisenbanken an.
«Gemeinsam mit den Raiffeisenbanken ist es uns gelungen, diese wichtige Unterstützung für die Tiroler Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Die Zinszuschüsse für Betriebsmittelkredite im Rahmen des Dürrehilfspakets des Bundes schaffen in dieser äusserst herausfordernden Situation die Möglichkeit einer 0-Prozent-Finanzierung für betroffene Betriebe», sagt Josef Hechenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol.
Kein zusätzlicher Zinsaufschlag durch Raiffeisen
Im Rahmen der Sonderrichtlinie «Trockenheit 2026» des Bundes können landwirtschaftliche Betriebe für die Finanzierung notwendiger Betriebsmittel einen Zinszuschuss von 2,5 Prozent bzw. 2,75 Prozent erhalten. Dieser wird jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen.
Die Tiroler Raiffeisenbanken verzichten dabei auf einen zusätzlichen eigenen Zinsaufschlag. Damit kann der Zinszuschuss von Bund und Land den Kreditzins zur Gänze abdecken. Unter den entsprechenden Voraussetzungen wird so ein zinsloses Darlehen für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe ermöglicht.
Mit den Betriebsmittelkrediten können unter anderem Futtermittel, Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel finanziert werden. Die Unterstützung setzt damit dort an, wo sie für die Betriebe unmittelbar benötigt wird: bei der Sicherung der laufenden Bewirtschaftung und der notwendigen Liquidität.