Eier-Skandal: Agrarminister tagen

Der Skandal um das in Eiern nachgewiesene Pestizid Fipronil schlägt weiter hohe Wellen. Bis Freitag wurden bereits in der Schweiz, in 18 EU-Ländern sowie im Libanon und in Hongkong Fipronil-Funde in Eiern und Ei-Produkten bekannt. Funde in Südkorea sollen ohne Bezug zu den Fällen in Europa sein.

Der Skandal um das in Eiern nachgewiesene Pestizid Fipronil schlägt weiter hohe Wellen. Bis Freitag wurden bereits in der Schweiz, in 18 EU-Ländern sowie im Libanon und in Hongkong Fipronil-Funde in Eiern und Ei-Produkten bekannt. Funde in Südkorea sollen ohne Bezug zu den Fällen in Europa sein.

Nun soll das Thema auch beim EU-Agrarministertreffen am 5. September eine Rolle spielen. Die estnische Ratspräsidentschaft änderte die Tagesordnung für die Beratungen der Agrarminister am 5. September entsprechend. «Die Sicherheit der EU-Bürger und die Qualität unserer Lebensmittel ist für uns alle von grösster Bedeutung», erklärte eine Sprecherin.

Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte Fipronil in Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde. Das Mittel kommt unter anderem als Insektengift, Pflanzenschutzmittel sowie in der Veterinärmedizin zum Einsatz.

In den Niederlanden, das mit mindestens 180 betroffenen Betrieben, von denen derzeit noch rund 140 geschlossen sind, im Zentrum des Lebensmittelskandals steht, unterbricht das Parlament seine Sommerpause für eine Sonderdebatte. Dabei sollen die Gesundheitsministerin und der Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Die Debatte soll in der kommenden Woche stattfinden.

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