Nach Berechnungen von EU-Forschern verschwenden die Europäer rund ein Sechstel ihrer Nahrungsmittel. Wie aus einer aktuellen Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission hervorgeht, beläuft sich der jährliche Verlust auf schätzungsweise 123 kg pro Kopf oder 16 % aller Lebensmittel, die die Verbraucher erreichen.
Davon wiederum werden vier Fünftel als vermeidbar angesehen. In die Untersuchung flossen Daten aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden und Rumänien ein, wobei die Engländer der Studie zufolge das höchste und die Rumänen das geringste Abfallaufkommen aufwiesen.
Für die Bundesrepublik errechnen die Wissenschaftler durchschnittliche Mengen. Nach Angaben der Wissenschaftler landen Obst und Gemüse sowie Getreideprodukte besonders häufig unnötig in der Tonne. Die schlechteste Ökobilanz haben jedoch Fleischabfälle: Obwohl davon auf Haushaltsebene vergleichsweise geringe Mengen anfallen, sorgt die ressourcenintensive Produktion den Wissenschaftlern zufolge dafür, dass dies rechnerisch dennoch mit einem hohen Wasser- und Stickstoffverbrauch einhergeht.