Erneut Indio erschossen - Streit um Farmland?

In Brasilien ist ein Angehöriger des Indio-Stammes Guarani-Kaiowá erschossen worden. Der 42-Jährige wurde nach einem Bericht des der katholischen Kirche nahestehenden Missionsrates CIMI am Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit von Unbekannten mit mehreren Schüssen getötet.

sda/dpa |

In Brasilien ist ein Angehöriger des Indio-Stammes Guarani-Kaiowá erschossen worden. Der 42-Jährige wurde nach einem Bericht des der katholischen Kirche nahestehenden Missionsrates CIMI am Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit von Unbekannten mit mehreren Schüssen getötet.

Die Indio-Hilfsorganisation Survival International wertete die Tat am Donnerstag als «neuesten Beleg für die extremen Spannungen und die Gewalt gegen indigene Völker im Bundesstaat Mato Grosso do Sul». Ob das Verbrechen in Paranhos an der Grenze zu Paraguay mit Land-Streitigkeiten zusammenhängt, ist noch nicht klar. 

In der Region im Süden des Bundesstaates gibt es aber seit langem Auseinandersetzungen zwischen Ureinwohnern und Farmern um Landnutzung. Erst am 30. Mai war ebenfalls in Mato Grosso do Sul ein Indio des Tereno-Volkes bei einer gewaltsamen Räumungsaktion der Polizei auf einer Farm getötet worden.

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