EU-Agrarminister diskutieren über Russen-Embargo

Die EU-Agrarminister diskutieren an ihrem Sondertreffen über die Folgen des russischen Einfuhrverbots von Lebensmitteln aus der EU. Dabei geht es in erster Linie um Informationsaustausch. Erwartet wird, dass die Minister die Dringlichkeit der Lage unterstreichen, Entscheide dürften jedoch keine fallen.

sda |

Die EU-Agrarminister diskutieren an ihrem Sondertreffen über die Folgen des russischen Einfuhrverbots von Lebensmitteln aus der EU. Dabei geht es in erster Linie um Informationsaustausch. Erwartet wird, dass die Minister die Dringlichkeit der Lage unterstreichen, Entscheide dürften jedoch keine fallen.

Man werde sich solidarisch den Problemen stellen «die einige unserer Mitgliedstaaten im Bereich Obst und Gemüse haben», sagte der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt am Freitag vor dem Beginn des Treffens in Brüssel.

Denn wenn ein Land der EU betroffen sei, dann habe das automatisch Auswirkungen auf die anderen Mitgliedstaaten der EU, sagte sein französischer Amtskollege Stéphane Le Foll. Er verwies als Beispiel auf die rund 7000 Tonnen Äpfel aus Polen, die für den russischen Markt bestimmt wären. Anfang August hatte der Kreml als Reaktion auf die Sanktionen aus dem Westen ein Importverbot von Agrarprodukten wie Obst, Gemüse, Milchprodukten und Fleisch verhängt. Davon betroffen sind neben den Vereinigten Staaten auch Australien, Kanada und die EU.

Gemäss Schätzungen Brüssels betrifft der Boykott Waren aus der EU im Wert von rund fünf Milliarden Euro (6 Mrd. Fr.). Die EU hat daher bereits mehrere Massnahmen angekündigt, um den betroffenen Bauern unter die Arme zu greifen. Le Foll kritisierte, dass bis anhin jedoch noch keine Mittel geflossen sind.

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