EU-Bauernverbände: Präsidenten bleiben

Die europäischen Bauernverbände Copa und Cogeca setzen auf Kontinuität: Massimiliano Giansanti und Lennart Nilsson wurden als Präsidenten bestätigt und wollen sich für eine starke Gemeinsame Agrarpolitik sowie ein ausreichendes EU-Agrarbudget einsetzen.

AgE |

Kurz vor den wichtigen Entscheidungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) setzen die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (Copa) und ländlichen Genossenschaften (Cogeca) auf Kontinuität an ihren Verbandsspitzen.

Das Präsidium wählte Massimiliano Giansanti für weitere zwei Jahre zum Copa-Präsidenten. Er steht dem italienischen Verband Confagricoltura, dem Landwirtschaftsverband der grossen Betriebe, vor.

Sechs Vizepräsidenten bestätigt

Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die sechs Vizepräsidenten: Nikolaus Berlakovich von der Landwirtschaftskammer Österreich, der Vorsitzende des dänischen Branchenverbands L&F, Søren Søndergaard, der Präsident des französischen Bauernverbands (FNSEA), Franck Sander, der Präsident des spanischen Bauernverbands Asaja, Pedro Barato, Jan Doležal vom tschechischen Verband AKCR sowie der Präsident des irischen Bauernverbands (IFA), Francie Gorman.

Giansanti erklärte nach seiner Wiederwahl, dass die in den kommenden Wochen auf EU-Ebene zu treffenden Entscheidungen das Leben von Millionen von Landwirten für viele Jahre prägen werden. Er zeigte sich überzeugt, dass Europas Bauern von der Politik keine Worte, sondern klare Taten erwarteten. Der Italiener versprach, für eine starke GAP zu kämpfen und ein höheres Budget zu sichern, das mit der Inflation Schritt hält. Gleichzeitig wolle er die Vereinfachung vorantreiben und eine kohärente EU-Haushaltspolitik sicherstellen. «Die Zeit zum Handeln ist jetzt», betonte Giansanti.

GAP als Grundpfeiler der EU

Auch Cogeca-Präsident Lennart Nilsson bleibt im Amt. Er ist Mitglied im Vorstand des schwedischen Bauernverbands (LRF) und hatte die Cogeca-Präsidentschaft erstmals im November 2023 übernommen. Zu Vizepräsidenten gewählt wurden Agnieszka Maliszewska, Leonardo Pofferi, Florentin Bercu, Mickael Marcerou, Christian Høegh-Andersen und Idalino Leão.

Nilsson erklärte im Anschluss an seine Wahl, dass der Zweck der GAP und die Notwendigkeit eines starken Haushalts angesichts der aktuellen geopolitischen und klimatischen Lage sowie der rasant steigenden Kosten und der Inflation noch nie relevanter gewesen seien. Der Schwede rief dazu auf, die GAP zu verteidigen, «denn damit verteidigen wir zugleich die Grundfesten der Europäischen Union».

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