EU fördert künstliche Produktion von  Milcheiweiss

Mit dem Projekt «Hydrocow» will ein Team mit Schweizer Beteiligung ein Bakterium herstellen, das das Kuhmolkenprotein Beta-Lactoglobulin ausscheidet. Die EU fördert dieses Projekt jetzt mit über 5 Millionen Franken.

AgE |

Ein Projekt zur Milcheiweisserzeugung aus Kohlenstoffdioxid mittels elektrischer Energie wird vom Europäischen Innovationsrat (EIC) jetzt mit umgerechnet 5,26 Millionen Franken gefördert. Das hat das finnische Unternehmen Solar Foods Anfangs September mitgeteilt.

Das Projekt „Hydrocow“ führt das Unternehmen dabei gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, der Universität im niederländischen Groningen und dem Schweizer Biotechnologieunternehmen FGen durch.

«Hydrowo» konzentriert sich darauf Milchprodukte aus CO2 und Strom zu produzieren, ohne dass eine Kuh daran beteiligt ist. 

CO2 in wertvolles Produkt umwandeln

Ziel des Vorhabens sei es, mithilfe gentechnischer Verfahren erstmals ein wasserstoffoxidierendes Bakterium zu entwickeln, das das Kuhmolkenprotein Beta-Lactoglobulin ausscheide. Die Herausforderung liege darin, dass wasserstoffverwertende Mikroben in der Regel von Natur aus nicht für die Proteinsekretion ausgerüstet seien. Daher müssten an den Mikroben wesentliche Veränderungen vorgenommen werden, die ihre Lebensfähigkeit beeinträchtigen könnten, so die Forscher.

Sollte das Vorhaben gelingen, könnten auf Basis der gewonnen Erkenntnisse künftig auch andere Proteine auf ähnliche Weise erzeugt werden. Mit diesem neuen Werkzeug würden sich die Möglichkeiten, Wasserstoff und CO2 in wertvolle Produkte umzuwandeln, enorm erweitern.

Projektkoordinator Dr. Arttu Luukanen sieht in der Methode einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz. Die traditionelle Milchwirtschaft schädige die Umwelt, so Luukanen. Daher würden Produktionsverfahren gebraucht, die unabhängig von der Landwirtschaft funktionierten.

Kommentare (2)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Gesunder Menschenverstand | 11.09.2023
    Bei der industriellen Milch- und Fleischproduktion geht es nicht um Umweltschutz, sondern um Profit!
    • Pessimist | 13.09.2023
      und um die Profilierungssucht an Forschungsanstalten.
      Sollen kommende Generationen zu Labor-Konsumenten umerzogen werden ?
      Grauenhaft !
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