EU: Geburtsland bei Fleischkennzeichnung gefordert

Die Europäische Kommission soll ihren Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung von unverarbeitetem Fleisch zurückziehen und überarbeiten. Das fordert der Umweltausschuss des Europaparlaments in einem vergangene Woche angenommenen Entschliessungsentwurf.

AgE |

Die Europäische Kommission soll ihren Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung von unverarbeitetem Fleisch zurückziehen und überarbeiten. Das fordert der Umweltausschuss des Europaparlaments in einem vergangene Woche angenommenen Entschliessungsentwurf.

„Der vorliegende Kommissionsvorschlag regelt leider nur das absolut Notwendigste. Gerade die Erfahrungen nach dem Pferdefleischskandal zeigen, dass wichtige Massnahmen fehlen, um eine umfassende Information der Verbraucher zu gewährleisten“, erklärte die SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt im Anschluss an die Abstimmung.

Den Parlamentariern ist es insbesondere ein Dorn im Auge, dass die Kommission im Gegensatz zur Kennzeichnung von Rindfleisch
bei Schwein, Geflügel, Schaf- und Ziegenfleisch keine Verpflichtung zur Angabe des Geburtslands vorsieht, sondern lediglich den Ort von Aufzucht und Schlachtung.

„In der BSE-Krise waren wir uns alle einig, dass eine Kennzeichnung aller drei Orte, vor allem des Geburtslandes, notwendig ist“, betonte Roth-Behrendt. Das Papier wird vom Plenum auf einer seiner nächsten Sitzungen beraten. Allerdings würde auch eine Annahme nur eine Stellungnahme des Parlaments bedeuten: Das Hohe Haus hat in diesem Fall keine rechtliche Handhabe, um die Änderung des Kommissionsvorschlags einzufordern.

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