Die Europäische Union hat ihre Biodieselproduktion 2018 erneut gesteigert und konnte damit ihre Position als grösster Biodieselerzeuger der Welt mit deutlichem Abstand behaupten.
Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) bezifferte die betreffende Erzeugung vergangene Woche mit Verweis auf Daten des agrardiplomatischen Dienstes (FAS) des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) und des Branchendienstes „Oil World“ auf rund 14,11 Milionen Tonnen.
Dies entspreche einem Weltmarktanteil von 34 %. Die Plätze zwei und drei auf der globalen Rangliste der Biodieselerzeuger belegten der Förderunion zufolge die USAmit 7,20 Millionen Tonnen und Indonesien mit 5,37 Millionen Tonnen.
Weitere bedeutende Produzenten dieses Biokraftstoffes waren Brasilien mit 4,68 Millionen Tonnen, Argentinien mit 2,43 Millionen Tonnen, Thailand mit 1,32 Millionen Tonnen, Singapur mit 1,12 Millionen Tonnen und Malaysia mit 1,09 Millionen Tonnen.
Unter „Biodiesel“ fasst die Statistik Fettsäuremethylester (FAME), hydrierte Pflanzenöle (HVO) und Biokraftstoffe aus der Mitverarbeitung von Pflanzenölen in Erdölraffinerien zusammen.
Laut UFOP wächst die Biodieselproduktion in den Haupterzeugungsländern von Palmöl - Indonesien und Malaysia - stetig. Die Berliner Fachleute begründen diese Entwicklung mit zunehmenden Angebotsüberhängen und dem dadurch entstehenden Preisdruck auf den Märkten für Pflanzenöl.
Um die Erzeugerpreise zu stabilisieren und Devisenausgaben für Erdölimporte zu verringern, würden diese Länder ihre nationale Beimischungsverpflichtung anheben - im Gegensatz zur EU. Beispielsweise plane Indonesien, den Anteil der Beimischung zu fossilen Kraftstoffen um 10 Prozentpunkte auf 20 % zu erhöhen.
In Europa wird der UFOP zufolge zur Biodieselproduktion hauptsächlich Rapsöl eingesetzt. Der wichtigste Rohstoff in Amerika sei Sojaöl. Unterdessen dürfte die gesamte globale Pflanzenölproduktion im Vermarktungsjahr 2019/20 zum zweiten Mal in Folge die Marke von 200 Millionen Tonnen übertreffen.