EU: Mehr Schutz für die Natur

Das EU-Parlament hat einen stärkeren Einsatz der EU für den Schutz der Natur gefordert.

Das EU-Parlament hat einen stärkeren Einsatz der EU für den Schutz der Natur gefordert.

«Das Parlament möchte, dass die EU mit ihrer geplanten Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 2030 zum Vorbild wird», sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Pascal Canfin, am Donnerstag einer Mitteilung zufolge.

Eine entsprechende Resolution war zuvor von einer Mehrheit der EU-Abgeordneten in Strassburg abgesegnet worden. Es seien europäische und weltweite Ziele nötig, so Canfin weiter.

Mindestens zehn Prozent des EU-Haushalts sollten demnach künftig für die biologische Vielfalt genutzt werden. Zudem sollten verbindliche Reduktionsziele für Pestizide in der EU eingeführt und 30 Prozent des EU-Gebiets zu geschützten Naturräumen werden, wie die Abgeordneten in der Resolution forderten.

«Wir brauchen konkrete und messbare Ziele, um die globale biologische Vielfalt, Land und Meere zu schützen», sagte die Grünen-Abgeordnete Jutta Paulus auch mit Blick auf die 15. Biodiversitätskonferenz der Vereinten Nationen (Uno), die im Oktober im chinesischen Kunming stattfinden soll.

Die EU-Kommission will in den nächsten Monaten eine neue Biodiversitäts-Strategie für die Staatengemeinschaft präsentieren. Umweltgruppen hatten im vergangenen Jahr den Artenschutz in Europa kritisiert. Die EU werde die Frist verfehlen, bis 2020 den Artenschwund zu stoppen, hiess es damals.


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