Die Europäische Kommission reagiert auf die Warnungen der Umweltschutzorganisation BUND, die vor Importen von Hormonfleisch durch ein allfälliges Freihandelsabkommen mit den USA warnte. Anders als vielfach behauptet, werde ein Abkommen nicht dazu führen, dass solches US-Rindfleisch nach Europa gelange, teilte die Kommission am Donnerstag mit.
Die Europäische Kommission reagiert mit dem Communiqué auf den in sozialen Medien veröffentlichten „Fleischatlas 2014“ von der Umweltschutzorganisation BUND. Die Warnung vor Einfuhren von gen- und hormonbehandeltem Fleisch durch ein Freihandelsabkommen mit den USA entspreche nicht den „Fakten“, heisst es weiter. Sie würden nur Ängste bei der Bevölkerung hervorrufen.
Die strengen EU-Verbraucherschutzregeln stünden nicht zur Disposition, betont die Kommission. Hormonfleisch bleibe in der EU verboten, bestehende Gesetze können nicht durch ein Handelsabkommen gebrochen werden. „Als Leitprinzip unserer Verhandlungen gilt: der Schutz der Gesundheit der Konsumenten wird nicht für Handelsvorteile geopfert werden. Wir haben das in der Vergangenheit nicht getan und werden es auch in Zukunft nicht tun", sagte der Sprecher von EU-Handelskommissar Karel de Gucht.
Als Bespiel nennt Sprecher John Clancy das Freihandelsabkommen mit Kanada. Die EU habe die Position halten können. „Hier wird es nach Inkrafttreten des Abkommens keine Importe von hormonbehandeltem Fleisch geben. Dies wird auch in unserem Abkommen mit den USA nicht der Fall sein", betont Clancy.