EU will Bauern schützen

Die EU-Kommission möchte bestimmte Handelspraktiken innerhalb der Lieferkette für Nahrungsmittel verbieten, durch die kleine und mittlere Unternehmen und Landwirte benachteiligt werden. Kleineren Akteuren fehle es häufig an Verhandlungsmacht und Alternativen, um ihre Produkte an die Konsumenten zu bringen, erklärte die Kommission am Donnerstag.

Die EU-Kommission möchte bestimmte Handelspraktiken innerhalb der Lieferkette für Nahrungsmittel verbieten, durch die kleine und mittlere Unternehmen und Landwirte benachteiligt werden. Kleineren Akteuren fehle es häufig an Verhandlungsmacht und Alternativen, um ihre Produkte an die Konsumenten zu bringen, erklärte die Kommission am Donnerstag.

Der Vorschlag sieht ausserdem Sanktionen durch nationale Behörden vor, damit die neuen Vorschriften eingehalten werden. «Es geht um Fairness», sagte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Landwirte seien gegenüber Grosskonzernen benachteiligt und deshalb anfällig für unlautere Praktiken.

In diese Kategorie fallen laut Kommission etwa verspätete Zahlungen für verderbliche Lebensmittel oder Stornierungen von Bestellungen in letzter Minute. Weitere Praktiken sollen zukünftig nur zulässig sein, wenn sie explizit vereinbart werden - etwa die Rückgabe unverkaufter Lebensmittel an den Lieferanten oder Zahlungen des Lieferanten für Werbung oder Vermarktung durch den Käufer.

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