EU will Milchsektor helfen

Nach dem russischen Importstopp für viele Lebensmittel will Brüssel auch Milchbauern und Käseherstellern helfen. Die EU-Kommission erklärte am Donnerstag, sie sei bereit, die Kosten zur Einlagerung von Butter, Magermilchpulver und einigen Käsesorten vorübergehend zumindest teilweise zu übernehmen.

Nach dem russischen Importstopp für viele Lebensmittel will Brüssel auch Milchbauern und Käseherstellern helfen. Die EU-Kommission erklärte am Donnerstag, sie sei bereit, die Kosten zur Einlagerung von Butter, Magermilchpulver und einigen Käsesorten vorübergehend zumindest teilweise zu übernehmen.

Auch Aufkäufe sollen möglich werden. Dies soll verhindern, dass der europäische Markt mit heimischen Waren überflutet wird und die Preise sinken. Profitieren dürften vor allem Finnland und die baltischen Staaten.

Die Europäische Union führte bisher Milchprodukte im Wert von etwa 2,3 Milliarden Euro (2,8 Mrd. Fr.) jährlich nach Russland aus. Erste Anzeichen für Auswirkungen der Moskauer Importbeschränkungen gibt es laut EU-Kommission bereits. «Preissignale auf dem europäischen Milchmarkt zeigen, dass das russische Verbot beginnt, den Sektor zu treffen», teilte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos mit. «Falls nötig, werden weitere Massnahmen folgen.»

Die Hilfe für die Lagerkosten soll für eine Dauer zwischen drei und sieben Monaten gelten. Dies will die EU in der kommenden Woche endgültig beschliessen. Die Hilfe aus Brüssel verschafft dem Sektor aber nur eine Atempause: Nach Ablauf der Lagerfrist müssen die Besitzer versuchen, ihre Waren abzusetzen.

Bis der Eingriff beim Käse beschlossen ist, könnte es länger dauern. Hier gelten andere Regeln.

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